Ärztevertreter Gabler zu Impfung: „Wir stehen bereit“. Ärztevertreter Franz Gabler über die Impfvorbereitungen. Er bittet alle impfwilligen Menschen aber um Geduld.

Von Peter Führer. Erstellt am 20. Januar 2021 (04:52)
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Die Coronaimpfung soll bis zum Sommer wieder für Normalität sorgen. Mittlerweile kann man sich über www.impfung.at registrieren lassen. Doch nachdem die Impfstoffe noch nicht in ausreichender Form zur Verfügung steht, ist ungeklärt, wann genau man an die Reihe kommt.

Auch die Frage, wer die Impfungen durchführt, ist noch offen. Momentan sind nur einige ausgewählte Standorte angedacht. Im Bezirk Amstetten etwa vier an der Zahl.

Wie Ärztevertreter Dr. Franz Gabler betont, wären allerdings sehr viele Ärzte im Bezirk bereit, die Impfungen durchzuführen. Er sieht viele Vorteile darin, wenn die Hausärzte diese Möglichkeit bekommen würden.

„Es macht Sinn, wenn sich alle beim Hausarzt impfen lassen könnten und nicht nur wenige Standorte vorgesehen wären. Vor allem älteren Menschen, die weniger mobil sind, würde man so den Weg erleichtern und auch die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, erhöhen“, erklärt er.

„Es macht Sinn, wenn sich alle beim Hausarzt impfen lassen könnten und nicht nur wenige Standorte vorgesehen wären“ Ärztevertreter Franz Gabler

Die Lagerung sei dabei kein Problem. Denn bereits jetzt wird der Impfstoff – jener von Bionteck/Pfizer muss ja zuvor bei minus 70 Grad gelagert werden – im aufgetauten Zustand an die Standorte geliefert. Dann hat man ein mehrtägiges Zeitfenster, in dem verimpft werden muss. Logistisch könne das auch leicht von den Ärzten umgesetzt werden.

„Die Anlieferungen lassen sich aus meiner Sicht von den Pharma-Unternehmen leicht umsetzen. Ich denke, es wäre einfacher, den Impfstoff an die Praxen zu liefern, als die Menschen zu den weiter weg liegendenden zentralen Standorten zu bringen“, argumentiert der Euratsfelder Mediziner.

Die große Frage, die sich viele impfwillige Menschen stellen, ist nun, wann es endlich die Möglichkeit dazu geben wird. Gabler bittet hier um Geduld. „Jeder, der sich impfen lassen will, wird an die Reihe kommen. Es wäre aber wichtig, nicht hysterisch zu werden, und es hilft nichts, wenn jetzt jeder seinen Hausarzt anruft und wegen eines Termins anfragt. Es wird eben noch etwas dauern“, sagt Gabler.