Amstetten

Erstellt am 09. November 2018, 06:07

von Peter Führer

Arbeiterkammer erkämpfte Nachzahlung. Arbeiterkammer Niederösterreich erkämpfte 18.000 Euro für zwei Bäcker. Arbeitnehmer waren jahrelang falsch eingestuft.

Zwei Bäcker im Bezirk freuen sich nach Intervention der Arbeiterkammer über eine saftige Nachzahlung.  |  BilderBox.com

Die Arbeiterkammer Niederösterreich hat für zwei Bäcker im Bezirk Amstetten rund 18.000 Euro erkämpft. Die Männer (26 und 30 Jahre alt) waren drei beziehungsweise vier Jahre in dem Betrieb tätig, ehe sie den Job wechselten und kündigten.

„Bei der Endabrechnung haben noch ein paar Tage Urlaub gefehlt. Die beiden Bäcker sind dann deshalb zu uns gekommen und wir haben uns das angeschaut. Durch die Lohnabrechnungen wurde dann klar, dass sie im falschen Kollektivvertrag eingestuft wurden. Sie hätten pro Arbeitsstunde 3,30 Euro mehr bekommen müssen“, klärt Robert Schuster, Leiter der Arbeiterkammer Amstetten auf.

Man habe daher die Ansprüche der beiden betroffenen Arbeitnehmer eingefordert. Wären Teile der Ansprüche nicht bereits aufgrund der Verfallsfristen verfallen, wäre die Summe – beide bekamen etwa 9.000 Euro – noch deutlich höher gewesen. „Das wäre eine Riesenforderung gewesen. Daher sprechen wir uns als Arbeiterkammer auch gegen lange Verfallsfristen aus“, betont Schuster.

Fälle wie diese würden – so der Leiter der AK Amstetten weiter – zeigen, wie wichtig es ist, dass sich betroffene Personen, wenn Ungereimtheiten auftauchen, möglichst früh bei der Arbeiterkammer melden.