Bauernbund-Obmann Kasser fordert „Fairness für Bauern“

Erstellt am 25. Jänner 2023 | 04:06
Lesezeit: 3 Min
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Anton Kasser hat in den nächsten fünf Jahren im Bezirk viel vor.
Foto: Kössl
Auf Platz zwei der Amstettner ÖVP-Bezirksliste geht Anton Kasser (60) ins Rennen. In der Vorwoche präsentierte er seine Arbeitsschwerpunkte.
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Ein Herzensanliegen des Bauernbund-Obmanns im Bezirk Amstetten ist es, das Ansehen der Landwirtschaft in der Gesellschaft zu stärken. „Damit die Bauern von ihrer Landwirtschaft auch leben können, braucht es die Wertschätzung der Bevölkerung für die bäuerlichen Produkte, aber auch Fairness seitens des Handels“, sagt Anton Kasser. „Geiz ist geil, ist hier fehl am Platz.“ Auf politischer Ebene wolle er sich deshalb weiter für die Herkunftsbezeichnung von Lebensmitteln in allen Bereichen, auch in der Gastronomie, einsetzen.

Weiter vorantreiben möchte der Landtagsabgeordnete auch den Glasfaserausbau in der Region. Nach den 39 Millionen Euro an Bundesförderung, die zuletzt für Ausbauprojekte in 20 Gemeinden, 16 davon aus dem Bezirk Amstetten, bewilligt wurden, will er sukzessive weitere Fördergelder abholen. So soll das Ziel eines flächendeckenden Ausbaus im Bezirk bis zum letzten Haus bis zum Jahr 2030 Realität werden.

Als Obmann des Gemeinde Dienstleistungsverbandes (gda) verbucht Kasser das Pfand auf Einweggetränkeflaschen und -dosen, das ab 2025 in Österreich kommen wird, als persönlichen Erfolg. „Dafür habe ich mich von Anfang an eingesetzt“, hält er fest. „Grüne Themen waren mir nämlich schon immer ein großes Anliegen.“

13 Wertstoffzentren im Bezirk Amstetten

Wichtig ist ihm, Müll als Wertstoff zu sehen. Bis 2028 sollen die derzeitigen Altstoffsammelzentren (ASZ) im Bezirk um insgesamt 17 Millionen Euro in 13 Wertstoffzentren (WSZ) umgerüstet werden. Alle ASZ-Standorte zu erhalten werde aus Platz- und Kostengründen nicht möglich sein, sagt Kasser. Für das Obere Ybbstal werde es nur ein WSZ in Opponitz oder Hollenstein geben. Nachteile für die Bürgerinnen und Bürger sieht der ÖVP-Abgeordnete dadurch nicht – im Gegenteil: Durch den Eintritt Waidhofens in den gda stünde künftig auch das neue Wertstoffzentrum, das in der Statutarstadt entstehen wird, allen offen.

Kurz vor der Umsetzung steht die Biogasanlage in Aschbach. 2025 soll sie in Betrieb gehen. Startbereit ist auch die Energiegemeinschaft Amstetten. 22 Gemeinden sind mit dabei. „Wenn der Preis wieder stimmt, können wir damit jederzeit starten“, sagt Kasser. Vorantreiben möchte der ÖVP-Landtagsabgeordnete außerdem die thermische Sanierung öffentlicher Gebäude, die Aktion „Raus aus dem Öl“, die Ortskernbelebung und die Trinkwasserversorgungssicherheit.

„Die Aufgabe der Politik ist es, den Bezirk fit für die nächste Generation zu machen“, sagt Kasser. „In den 14 Jahren im Landtag war mir dabei stets wichtig, auf Augenhöhe mit den Leuten und dem politischen Mitbewerb zu agieren und ein verlässlicher Ansprechpartner zu sein.“

Derzeit hält Anton Kasser im Bezirk das zweite ÖVP-Grundmandat. Dass dieses gefährdet sein könnte, glaubt er nicht.

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