Bis zu 70 Prozent sind im Kindergarten. Betreuungsangebote an Kindergärten und Schulen werden im Bezirk Amstetten im Vergleich zum Frühjahr derzeit deutlich häufiger genützt.

Von Peter Führer und Hermann Knapp. Erstellt am 19. November 2020 (11:21)
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Im Vergleich zum Frühjahr nützen derzeit deutlich mehr Eltern im Bezirk das Betreuungsangebot. Der Anteil reicht dabei von 30 Prozent bis zu 70 Prozent. „Bei uns sind im Kindergarten ein Drittel anwesend, in der Volksschule sind es 10 bis 15 Prozent“, berichtet zum Beispiel St. Georgens Bürgermeister Christoph Haselsteiner. 

Die Schulen seien gut organisiert, das Home Schooling funktioniere besser als im Frühjahr und sei sehr gut umgesetzt worden. Und das, obwohl es in der Vergangenheit auch bei Lehrkräften zu positiven Fällen kam. „Wenn eine Lehrkraft erkrankt, dann ist es möglich, dass die Kinder durch den Kontakt das Virus mit nach Hause nehmen. Darum ist es  sehr wichtig, dass möglichst viele Kinder zuhause betreut werden. Dass die aktuelle Situation eine große Herausforderung für die Eltern ist, ist aber natürlich auch klar“, weiß Haselsteiner.

Auch in Ferschnitz (50 Prozent im Kindergarten, bis zu 15 Prozent in der Volksschule) oder in Viehdorf (30 Prozent im Kindergarten, 20 Prozent in der Volksschule) gibt es derzeit deutlich mehr Betreuungsbedarf als im Frühjahrs-Lockdown. „Im Frühjahr haben wir zeitweise ja überhaupt keine Kinder in Betreuung gehabt. Man merkt, dass es bei den Eltern mit ihren Zeit-Ressourcen, wie etwa den Urlaubstagen, jetzt deutlich enger ist“, erläutert Viehdorfs Ortschef Franz Zehethofer.

In Oed-Öhling sind die Kindergärten weitaus besser frequentiert, als das im ersten Lockdown der Fall war. „Wir haben sicher 60 bis 70 Prozent der Kinder da. Offensichtlich haben viel Eltern keine Möglichkeit sie zu Hause zu betreuen, weil sie selbst arbeiten müssen“, sagt Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer.

In Neuhofen (Mittelschule 7 Kinder, Volksschule: 20 Kinder, Kindergarten: 30 Kinder) und Winklarn (Kindergarten: 30 Kinder, Volksschule: 15 Kinder) sind die Räume ebenfalls bei Weitem nicht leer.
In Wallsee-Sindelburg werden heute im Kindergarten 18 von 85, in der Volksschule 20 von 92 und in der Mittelschule 15 von 141 Kinder betreut, wie Bürgermeister Johann Bachinger berichtet. 

Niedrigere Zahlen gibt es in Aschbach, das hat aber auch Gründe. „Im Kindergarten I waren am Dienstag nur fünf von 150 Kindern da. Das liegt aber sicher auch daran, weil es dort Infektionen und Absonderungen gab. Im Kindergarten II waren etwa ein Drittel der Kinder anwesend“, berichte Bürgermeister Martin Schlöglhofer.