Comeback der Feuerwehr: Bewerbe und Feste sind wichtige Säulen

Erstellt am 20. April 2022 | 04:22
Lesezeit: 4 Min
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Die Feuerwehr Kren stetten glänzt seit Jahrzehnten mit Spitzenleistungen bei Feuerwehrbewerben.
Foto: Wolfgang Zarl
Feuerwehren brauchen für ihre Tätigkeiten Wettkämpfe und Veranstaltungen.
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„Ich kenne eigentlich keine Feuerwehr im Bezirk, die zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand finanziert wird. Daher machen alle Veranstaltungen, die einen mehr, die anderen weniger. Dabei geht es darum, zu finanziellen Mitteln für den Kauf von Ausrüstung zu kommen. Ganz wichtig ist: Wir leisten uns diese Ausrüstung ja nicht als Spielzeug, sondern sie erhöht die Sicherheit, daher profitieren alle Menschen“, erklärt Bezirkskommandant Rudolf Katzengruber. Die Feuerwehrfeste seien ein wichtiger Teil des Jahresprogramms, etwa zum Erhalt finanzieller Mittel. Hier gilt noch zu betonen, dass auch die Feuerwehren mit den Folgen der Teuerungen zu kämpfen haben.

Gesellschaft und regionale Wirtschaft profitieren

Katzengruber weist aber auch darauf hin, dass die Feste noch in einem anderen Bereich eine wichtige Funktion erfüllen, gerade jetzt, nach Abklingen der Pandemie. „Wir Menschen brauchen das Gesellschaftliche. Es muss sich in den Gemeinden und Dörfern wieder etwas tun“, betont der Bezirkskommandant. Es solle wieder zur Normalität werden, ohne Sorgen fortgehen zu können.

Nicht zu vergessen ist natürlich auch die regionale Wertschöpfung. So kaufen die Feuerwehren meist lokal ein und unterstützen daher die heimische Wirtschaft. Insgesamt werden im Jahr übrigens etwa 70 Veranstaltungen im Bezirk durchgeführt.

Erfreulich ist, dass auch die Abhaltung von Bewerben wieder möglich wird. „Hier haben die vergangenen zwei Jahre schon Rückschläge mit sich gebracht. Die Bewerbe gehören zum sportlichen Bereich und zur Ausbildung dazu. Da geht es um neun Personen, die an einem Strang ziehen müssen. Wir hoffen, dass wir hier wieder aktiver werden können“, erklärt Katzengruber.

Krenstetten – eine besondere Feuerwehr

Der Leistungsbewerb – vielen bekannt als Neunerbewerb – ist in der Feuerwehr Krenstetten (Gemeinde Aschbach) seit jeher fester Bestandteil in der Ausbildung. Durch kontinuierliche und konsequente Arbeit in diesem Segment können seit mehr als drei Jahrzehnten auf Abschnitts- und Bezirksebene immer wieder Pokalränge erreicht werden. Im Keller des Feuerwehrhauses üben die Kameraden oftmals das Kuppeln – unter professionellen Bedingungen, etwa mit Zeituhr und Videostudium. Schließlich errangen sie 2003 sogar der Vizelandesmeistertitel und 2004 den ersten Landessieg in Bronze A. Obwohl in dieser langen Zeit Feuerwerhleute ihre Bewerbslaufbahn beendeten oder in die Altersgruppe wechselten, gelang es immer wieder, junge Mitglieder dafür zu begeistern, und so konnten zwischenzeitlich insgesamt sechs Landessiege erreicht werden. Ganz groß ist die Freude über die durchgehende Teilnahme an den Bundesbewerben seit 1993 in Hallein. Weitere Highlights waren der sechste Platz beim Bundesbewerb 2003 in Innsbruck und der vierte Platz beim Bundesbewerb 2008 in Wien sowie der Firecupsieg 2008 beim Landesbewerb in Amstetten und die Qualifikation und Teilnahme bei der Weltmeisterschaft in Mühlhausen 2013. Das Bewerbstraining und der Bewerb selbst fördern die Kameradschaft und den Zusammenhalt der Bewerbsgruppenmitglieder und stärken natürlich auch die körperliche Fitness, wissen die Feuerwehrleute.

Seit dem Jahr 2000 wurde übrigens der Parallelbewerb um den „Florian des Mostviertels“ auf der Sportanlage in Aschbach durchgeführt. Seit 2015 wird dieser Bewerb als Kuppelbewerb im Festzelt der FF Krenstetten veranstaltet und ist gleichzeitig auch Bezirkscupfinale. Teilnahmeberechtigt sind alle Feuerwehren des Bezirks. Aus den Abschnittsbewerben im Bezirk, dem Bezirks- und Landesbewerb werden die punktemäßig besten drei Ergebnisse in die Wertung aufgenommen. Für die Teilnahme am Nassbewerb in Doppel am 6. Juli gibt es fünf Bonuspunkte.

Leistungsbewerbe im

Abschnitt St. Peter/Au

Aus Anlass des 110-jährigen Bestandsjubiläums lädt die Feuerwehr Meilersdorf am 18. Juni zum Feuerwehrleistungsbewerb des Abschnittes St. Peter/Au beim örtlichen Sportzentrum ein, erwartet werden rund 25 Bewerbsgruppen. „Auch ein Jugendfeuerwehrleistungsbewerb mit Vertretern aus den Abschnitten St. Peter/Au und Haag wird durchgeführt, woran wohl mehr als 10 Jugendfeuerwehrgruppen teilnehmen werden“, gibt Kommandant Florian Wieser bekannt. Natürlich sind weitere umliegende Bewerbsgruppen zur Teilnahme herzlich eingeladen.

Am darauffolgenden Sonntag wird im Rahmen einer Feldmesse auch die Fahrzeugsegnung des HLF2 stattfinden. Der Kommandant der Feuerwehr Wolfsbach, Florian Kammerhuber, verweist auf die Bezirksfeuerwehrleistungsbewerbe für die Feuerwehrjugend und aktive Mannschaften am 25. Juni, ebenfalls auf der Wolfsbacher Sportanlage. Hierzu werden 20 Jugendgruppen und etwa 60 Neunergruppen erwartet. Der Festakt zum 125-jährigen Gründungsjubiläum der Feuerwehr Wolfsbach wird schon am 7. Mai mit abendlicher Florianimesse und Festakt am Marktplatz begangen.

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