Coronavirus: Auf einem hohen Niveau eingependelt. Bezirk weist noch immer die höchsten Infektionszahlen im Land Niederösterreich auf.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 02. Dezember 2020 (03:19)
Symbolbild: Shutterstock/Jarun Ontakrai
 
Shutterstock/Jarun Ontakrai

Am Wochenende war endlich auch im Bezirk ein Rückgang der Corona-Infektionen zu vermelden. Allerdings ist der Bezirk niederösterreichweit in dieser Hinsicht das Schlusslicht. Die 7-Tage-Inzidenz (bestätigte Fälle in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner) war am Montag mit einem Wert von 565,6 mehr als doppelt so hoch wie der Niederösterreichschnitt von 268,2. „Immerhin hat sich die Zahl der Infektionen nun aber etwa bei 100 pro Tag eingependelt und es werden mehr Menschen wieder gesund als sich anstecken“, sagt Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer.

Am Montag waren im Bezirk 1.157 Menschen positiv getestet und 2.708 in Quarantäne. „Was bei uns schon auffällt, ist, dass oft ganze Familien infiziert sind. Wenn jemand sich ansteckt, dann sind bald danach auch alle anderen Bewohner im Haushalt infiziert. Wir dürften offenbar auch noch mehr Großfamilien haben, als andere Bezirke im Land“, sagt die Behördenleiterin. Gerersdorfer hofft, dass in den nächsten Tagen die Zahl der Infektionen weiter sinkt.

In der Behörde laufen bereits die Vorbereitungen für die geplanten Massentests in den Gemeinden des Bezirks. „Wenn bei diesen Antigentests jemand positiv ist, dann ist er ein Verdachtsfall, und dann brauchen wir ja alle Daten. Wir hoffen, dass diese von den Gemeinden gut erhoben werden“, sagt die Behördenleiterin.

Zur Abklärung müssen Betroffene auch noch einen PCR-Test machen. Da mit einer größeren Zahl von positiv getesteten Personen gerechnet wird, stockt die Behörde auch die Mitarbeiter im Contact-Tracing auf. „Wir sind da natürlich mit dem Land in Kontakt und erhalten von dort Unterstützung“, sagt Gerersdorfer.

Die Massentests in den Gemeinden des Bezirks finden am 12. und 13. Dezember statt. Anmelden kann man sich dazu unter: www.testung.at/anmeldung .

Der designierte Gemeindebundobmann Hannes Pressl bittet die Bürger, sich testen zu lassen: „Denn einerseits kann man durch Identifikation von Virusträgern und deren folglicher PCR-Testung bzw. Quarantäne eine „unbemerkte“ Weiterverbreitung des Coronavirus eindämmen. Andererseits gibt eine Testung ja auch selbst eine gewisse Sicherheit, dass man im Moment keine Sorge haben muss.“