Dürre macht Bauern Sorgen: Lage ist kritisch. Gerste, Soja, Mais und Rüben brauchen dringend mehr Feuchtigkeit, sonst wird der Ertrag heuer nur gering sein. Den Wäldern droht durch den Borkenkäfer Gefahr.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 15. Mai 2018 (05:51)
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Die Trockenheit im Bezirk macht den Bauern zunehmend Sorgen. Regen wünschen sich auch Landtagsabgeordneter Anton Kasser und der Obmann der Bezirksbauernkammer, Josef Aigner. Foto: privat

Der April war ungewöhnlich heiß und trocken, der Mai bisher nicht anders. Das bereitet den Landwirten zunehmend Sorgen, vor allem in jenen Gebieten des Bezirks, wo Schotterböden überwiegen.

Wiesen zu trocken: „Da wächst nichts nach“

„Wir haben beim Getreide gerade die Blühphase und bräuchten dringend mehr Feuchtigkeit. Jetzt bildet sich dann das Korn aus und davon hängt ab, ob wir Erträge haben werden oder nicht“, sagt Bezirksbauernbundobmann Andreas Pum.

Aber auch Mais, Soja und Rüben, die erst kürzlich angebaut wurden, lechzen förmlich nach Wasser. Viele Samen liegen in der Erde, ohne zu keimen. „Damit das Wachstum einsetzt, braucht es dringend Regen.“

Bezirksbauernkammerobmann Josef Aigner teilt dessen Einschätzung der Lage. Im Moment sei die Trockenheit zwar noch nicht katastrophal, Regen tue aber dringend not. „Der erste Schnitt im Grünland ist vorbei und er war nicht so schlecht, aber jetzt sind die Wiesen zu trocken. Da wächst nichts nach.“

Für Landtagsabgeordneten Anton Kasser sorgt die Dürre vor allem in den Wäldern für massive Probleme, weil sich die Borkenkäfer explosionsartig vermehren und die Fichten geschwächt sind. „Man braucht ja nur in den Wald zu gehen, jede Woche kommen ein paar befallene Bäume mehr hinzu. Wenn es nicht bald ein paar Tage durchregnet, dann wird es wirklich katastrophal.“


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