E-Medikation: „Jede Tablette wird aufgelistet sein“. Im Bezirk wird E-Medikation von Ärzten und Apotheken bereits verwendet.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 02. Juni 2019 (04:11)
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Mithilfe der E-Medikation können Ärzte und Apotheker erstmals alle Medikamente der Patienten auf einen Blick einsehen (siehe unten). Beginnend mit 2018 wird dieses System bereits schrittweise in ganz Österreich eingeführt. Der Bezirk Amstetten hat die Einführung der E-Medikation vor Kurzem abgeschlossen.

„Die Evaluierung des Pilotprojekts im Bezirk Amstetten liefert erfreuliche Zahlen. In der sogenannten Pilotregion N3, bestehend aus acht NÖ-Bezirken, sind bereits 15 Prozent der Apotheken und 30 Prozent der niedergelassenen Ärzte und Ambulatorien angeschlossen“, so NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger und erklärt weiter: „Somit können wir ab 6. Juni die E-Medikation flächendeckend in Niederösterreich anbieten.“ Die Ausrollung der E-Medikation erfolgt in vier Wellen für ganz Niederösterreich, in denen die Bezirke freigeschalten und zur Umsetzung verpflichtet werden. Seit 16. Mai gilt bereits ein sogenannter Verpflichtungstermin in mehreren Bezirken, darunter auch Amstetten.

Über die ELGA-Plattform (Elektronische Gesundheitsakte) können Bürger im Internet selbst ihre Daten kostenlos einsehen. „Dadurch verhindern wir Doppelverordnungen und unterstützen Ärzte- und Apothekerpersonal bei der Diagnose durch fundiertes Datenmaterial“, zeigt Eichtinger die Vorteile auf und ergänzt: „Jede Tablette, jedes Arzneimittel wird aufgelistet sein. Das hilft besonders älteren Menschen.“