Eine Watschn für den Postboten. Gedroht: Dass Briefträger wegen eines Hundes Post nicht brachte, versetzte 49-Jährigen in Rage.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 07. September 2016 (05:11)
Bilderbox, Symbolbild

Weil sich ein Briefträger nicht dem täglichen Machtkampf mit einem Hund in einem Vorgarten stellen wollte, brachte er die Post nur mehr sporadisch. Das wiederum brachte den Hundebesitzer in Rage. Er drohte dem Postboten, ihm „eine aufzulegen“ und sitzt nun wegen gefährlicher Drohung vorm Richter.

„Das war ein Blödsinn“, bedauert der Angeklagte aus dem Bezirk zutiefst, die besagten Worte geäußert zu haben.

Von einer Hundeattacke erzählt der Briefträger vorm Richter. „Er hat mich einmal angesprungen, deshalb habe ich das Haus bei der Postzustellung ausgelassen. Dann ist es mit dem Angeklagten zur Diskussion gekommen“, so der Briefträger.

Und der Postbote weiters: „Zuerst hab’ ich mir gedacht, dass er mir mit der angedrohten Watschen nur Angst machen will. Dann ist er aber ganz nah zu mir gekommen. Brust an Brust sind wir gestanden. Da hab’ ich das schon sehr ernst genommen.“

Dass die Situation bedrohlich war, bestätigt eine Zeugin. „Ich war erschüttert, ich habe den Angeklagten noch nie so aggressiv gesehen“, erzählt diese.

Der Richter schlägt dem bislang Unbescholtenen Diversion vor. Kosten für den Prozess sowie für den Rechtsanwalt des Opfers und 300 Euro für erlittene Pein an den Briefträger muss der 49-Jährige berappen, dann kann das Verfahren nach Probezeit von zwei Jahren eingestellt werden. Damit ist der 49-Jährige einverstanden.