Fahrrad-Begeisterung: Gefährt mit vielen Vorzügen. Sportler Reinhard Entner (44) berichtet, was aus seiner Sicht den Radsport so attraktiv macht.

Von Peter Führer. Erstellt am 24. Juni 2020 (05:27)
Die vielen Routen im Mostviertel laden auch Reinhard Entner zum Radfahren ein.
privat

Dank Radwegeausbau, attraktiver Ausflugsziele und dem Aufkommen der E-Bikes sind heute immer mehr Menschen auf dem Fahrrad unterwegs. Einer davon ist Reinhard Entner (44).

„In jeder Preisklasse und Qualität ist was dabei“

Der St. Georgner, zugleich Obmannstellvertreter der RATS Amstetten, kennt die vielen Vorzüge des Sports. „Den Radsport kann jeder, ob jung oder alt, ausüben. Die Preise für ein neues Fahrrad reichen von 500 Euro bis zu 10.000 Euro, da ist in jeder Preisklasse und Qualität was dabei. Ein weiterer Vorteil ist, dass man alleine oder in der Gruppe fahren kann. Und man lernt die Landschaft und die Topographie im Mostviertel viel besser kennen, als wenn man mit dem Auto unterwegs ist“, erklärt er.

Entner nahm bereits an mehreren Triathlon-Bewerben teil. Zwei Mal ging er bei Iron-Man-Distanzen an den Start. Heute gibt er sein Wissen als Nachwuchstrainer weiter. Mit seinen Vereinskollegen der RATS veranstaltet er übrigens am 25. und 26. Juli den „Mostiman Triathlon“ in Wallsee.

Obwohl Reinhard Entner selbst großteils mit dem Rennrad und damit auf der Straße unterwegs ist, sieht er den Ausbau von Radwegen sehr positiv. „Das erhöht die Verkehrssicherheit, zum Beispiel für die Kinder“, weiß er. Er betont, dass er bei seinen Auslandsreisen gemerkt habe, dass es im Norden deutlich mehr Radwege gebe. Im Süden sei die Anzahl der Radwege zwar geringer, dafür seien die Menschen trotzdem „fahrradverrückt“.

Für Verständnis aller Verkehrsteilnehmer

Das Radfahren bietet viele Vorteile, allerdings kommt es selten aber doch zu gegenseitigem Unverständnis zwischen Fahrradlenkern und Autofahrern. „Es gehören beide Seiten dazu. Jeder muss auf den anderen Rücksicht nehmen. Oft wird man als Radfahrer in der Gruppe kritisiert, wenn man zu zweit nebenei

nander fährt. Dabei muss man als Pkw-Lenker beim Überholen sowieso auf die Gegenfahrbahn. Wenn dann etwa zehn Radfahrer hinter einander fahren, muss man dann ja die doppelte Strecke zum Überholen zurücklegen, als wenn fünf Zweier-Gruppen zum Überholen sind“, erläutert er. Auf der anderen Seite muss sich der Radfahrer bewusst sein, dass er der „Schwächere“ ist.

Der St. Georgner – er ist beruflich in Ybbsitz als Konstruktionsleiter tätig – schwingt sich auch für den Weg in die Arbeit öfter auf das Bike. Von zuhause bis zur Arbeitsstelle legt er dabei 40 Kilometer zurück. „Ich fahre da schon mit Tempo und brauche vielleicht eine Stunde und 15 Minuten. Mit dem Auto wären es 40 Minuten, das heißt, ich verliere nur eine halbe Stunde, hab da aber schon ein Trainingsprogramm absolviert, weil ich beim Heimfahren manchmal noch einen Umweg einlege“, schildert er.

Hin und wieder startet er zudem spannende Aktionen. So radelte der 44-Jährige vor einigen Jahren mit einigen Freunden 24 Stunden durch. Die Coronazeit habe ihn und seine Familie – Entner ist verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes – noch mehr für den Sport motiviert. So legte man sich auch ein Indoor-Fahrrad zu, um bei jeder Witterung in die Pedale treten zu können. „So können wir sogar, wenn das Wetter einmal nicht mitspielt, aufs Rad steigen und trainieren“, sagt der Sportler.

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