Freiwillige für "Essen auf Rädern" gesucht. Weil bei dieser Aktion oft ältere Personen im Einsatz sind, wird für sie nun vorübergehend Ersatz gesucht.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 23. März 2020 (15:49)
Gemeindemitarbeiterin Patrizia Eder bringt Essen auf Rädern zu Magareta Gaisbauer und anderen Beziehern in Öhlng und Oed. Bei der Übergabe wird natürlich Abstand gewahrt.
privat

Natürlich muss auch in Zeiten der Corona-Krise die Versorgung der älteren oder kranken Mitbürger mit „Essen auf Rädern“ weitergehen. Das Problem dabei ist in vielen Gemeinden: Dieser Hilfsdienst wird von älteren Personen getragen, die jetzt zur Risikogruppe zählen.

In Öhling hat man bereits reagiert. „Bei uns bringt Gemeindemitarbeiterin Patrizia Eder das Essen zu den Beziehern in Öhling und Oed“, berichtet Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer. Ab April werden wieder Ehrenamtliche, die nicht zur Risikogruppe gehören, diesen Zustelldienst übernehmen. „Es haben sich spontan einige Freiwillige gemeldet“, freut sich die Ortschefin.

Bei der Übergabe der Essen wird natürlich darauf geachtet, dass es zu keinem direkten Kontakt kommt. „Für ein paar nette Worte aus sicherem Abstand muss aber auch jetzt noch Zeit sein“, sagt Hinterholzer.

Auch in den Gemeinden St. Peter in der Au und Seitenstetten, wo das Essen in Zusammenarbeit mit der Caritas organisiert wird, hat man schon einen Aufruf gestartet, um jüngere Personen zu finden, die die Verteilung der Essen eine Zeit lang übernehmen können. „Wir werden aber auch Mitarbeiterinnen und zum Beispiel Kinderbetreuerinnen, die jetzt ja nichts zu tun haben, zur Überbrückung einsetzen“, sagt Seitenstettens Ortschef Johann Spreitzer.