Frisöre nach Lockdown: Mehr als schneiden und färben. Groß ist die Freude bei den Frisören darüber, dass sie seit dieser Woche endlich wieder Kunden empfangen können.

Von Peter Führer. Erstellt am 10. Februar 2021 (05:12)
Frisörin Ulrike Schuller aus Neuhofen sorgt seit dieser Woche nun ebenfalls für modernde Frisuren, unter anderem bei Kundin Michaela Gusel.
Hudler

„Es ist natürlich sehr erfreulich, dass ich jetzt wieder aufsperren und Kunden empfangen kann“, freut sich die Neuhofner Frisörin Ulrike Schuller. Seit dieser Woche darf sie dank der Lockerungen wieder ihrem Beruf nachgehen.

Schuller merkt an, dass zwar viele ihrer Kunden kein Problem mit dem Testen haben würden, einige allerdings sehr wohl aus diesem Grund auf einen Frisörbesuch – zumindest vorerst – verzichten. Das merke man an den Anmeldungen. Dennoch will sie optimistisch bleiben.

„Ich denke, wir werden uns alle an diese Situation gewöhnen müssen. Eine Überlegung ist, dass ich die Öffnungszeiten auch an die Testmöglichkeiten anpasse. So steht in Neuhofen ja am Montag und am Freitag die Teststraße offen. Ich denke daher darüber nach, dass ich dann vor allem am Montag, Dienstag und vermehrt am Wochenende arbeiten werde. Und dafür an einem Dienstag oder Mittwoch einmal schließe“, will Schuller flexibel bleiben. Einzig, dass sie laut Verordnung selbst die Testergebnisse kontrollieren muss, sei ihr etwas unangenehm. „Wir besprechen dieses Thema daher schon bei den Terminanfragen.“

„Der Kunde wächst einem ans Herz, da freut man sich, wenn man sich wiedersehen kann.“ Fir Frisörin Ulrike Schuller geht es auch um die sozialen Kontakte

Zum Thema Sicherheitsvorkehrungen erklärt die Frisörin, dass sie bestens vorbereitet sei. Das Geschäft sei groß genug und zudem stünden ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung. „Der Abstand kann auf jeden Fall gewahrt werden und ich sorge auch dafür, dass oft genug gelüftet wird“, sagt die Unternehmerin, die in ihrem Betrieb alleine tätig ist. Ihre große Hoffnung ist, dass es in nicht bald wieder zu einem Lockdown kommt.

„Die Hoffnung stirbt zuletzt und ich wünsche mir, dass wir so viel wie möglich abarbeiten. Dabei geht es beim Frisörbesuch auch nicht nur um das Haareschneiden, sondern man darf auch die sozialen Kontakte, die damit verbunden sind, nicht vergessen. Der Kunde wächst einem ans Herz, da freut man sich, wenn man sich wiedersehen kann“, unterstreicht die Neuhofnerin.

Auch bei Frisörmeisterin Evelyn Schreihofer aus St. Georgen/Y. (F.E.SCH Friseur Evelyn Schreihofer) öffneten sich am Montag endlich wieder die Pforten. Sie konnte nach dem ersten Tag zufrieden Bilanz ziehen.

Auch Jürgen Jungwirth (links) nützte am Montag die Chance für einen Haarschnitt bei Frisörmeisterin Evelyn Schreihofer. Sie zog nach dem ersten Tag eine positive Bilanz und konnte sich über viele Kunden freuen. „Es war auch schön, endlich wieder spannende Gespräche mit den Kunden und Kundinnen zu führen“, sagt Schreihofer.
Führer

„Es ist super gelaufen, ich bin froh, dass wir wieder aufsperren können. Auch für meine Mitarbeiterin“, berichtet sie. Sie sei froh, dass sie nun wieder ihren Beruf ausüben kann. Man dürfe nicht vergessen, dass es bei all den Beschränkungen um Existenzen von Familien gehe (Evelyn Schreihofer hat eine weitere Frisörin beschäftigt).

Testpflicht führte kaum zu Terminabsagen

„Ich bin glücklich, dass so gut wie niemand trotz der Regelungen rund um einen notwendigen negativen Corona-Test und der FFP2-Maskenpflicht seinen Termin abgesagt hat. Ich möchte meinen treuen Kunden Danke sagen“, erklärt sie weiter. Aufgrund der aktuellen Nachfrage hat sie die Öffnungszeiten ausgeweitet und jetzt auch montags geöffnet.

Schon am ersten Tag konnte sich die St. Georgnerin über regen Kundenandrang freuen. Auch die Kontrolle der Testergebnisse verlief reibungslos. Es überwiegt die positive Stimmung und die Hoffnung, dass es in den nächsten Wochen nicht bald wieder zu einem Lockdown kommt. „Wir freuen uns einfach wieder auf unsere Kunden.“

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