Gefahren des „Blackouts“

Wie sich der Bezirk Amstetten auf einen längeren Stromausfall vorbereitet.

Erstellt am 03. November 2021 | 04:21
440_0008_8220181_ams44darueber_blackout_reinhold_hiemets.jpg
„Grundsätzlich verfügt jede Gemeinde über einen Katastrophenschutzplan, welcher jährlich evaluiert werden muss. Genauso gibt es einen KAT-Plan auf Bezirksebene sowie Landes- und Bundesebene“, erklärt Reinhold Hiemetsberger vom Zivilschutzverband des Bezirks Amstetten. Er verweist auch auf den Ratgeber „Blackout“, der bei Gemeinden oder direkt beim Zivilschutzverband erhältlich ist.
Foto: privat

Ein „Blackout“ – sprich ein lang anhaltender Stromausfall über zumindest 12 Stunden, der großflächig eintritt – ist ein oft unterschätztes Szenario. Die Folgen daraus können Versorgungsschwierigkeiten sein. Daher appellieren Organisationen wie der Zivilschutzverband an Privatpersonen, nicht auf eine Bevorratung mit Lebensmitteln zu vergessen. „Eine Bevorratung für mindestens 14 Tage ist sehr wichtig.

Bei länger dauerndem Stromausfall ist es wichtig, einige Ersatzgerätschaften wie Kerzen, Taschenlampen, Notkocher, Gaskocher, Notradio und Solarradio zur Verfügung zu haben. Ein Raum, der mit einem kleinen Ofen beheizt (Kaminanschluss) werden kann, falls ein Blackout in der kalten Jahreszeit erfolgt, wäre ebenfalls wichtig“, gibt Reinhold Hiemetsberger vom Zivilschutzverband wertvolle Tipps. Man müsse sich bewusst sein, dass nicht nur das TV-Gerät nicht mehr geht, sondern auch das Einkaufen oder Geld beheben nicht mehr möglich ist.

Natürlich beschäftigen sich auch Organisationen wie das Bundesheer mit dem Thema. „Es ist ein Szenario, auf das wir uns seit Jahrzehnten vorbereiten. Bundesministerin Klaudia Tanner hat hier neue Maßnahmen gesetzt. Ein großes Ziel ist es, alle Kasernen autark zu machen. Die Kaserne in Amstetten ist hier in einer guten Situation, weil sie über eine große Küche und über ein Notstromaggregat verfügt, das regelmäßig in Betrieb geht“, berichtet NÖ Militärkommandant Martin Jawurek.

Erstes Ziel des Heeres sei es, sich um den eigenen Nachholbedarf in den Kasernen zu kümmern. Sind die Kasernen autark, gibt es zweitens die Möglichkeit, andere Einsatzorganisationen bestmöglich versorgen zu können. Dabei geht es darum, eine Einsatzbasis errichten zu können. „Und drittens können wir bei einem Blackout natürlich auch wieder Assistenzdienste leisten und in Absprache mit anderen Einsatzorganisationen unterstützen, wo es Unterstützung bedarf“, führt Jawurek aus.

Umfrage beendet

  • Seid ihr auf einen Blackout vorbereitet?