Gemeinden: An Bonität verloren, trotzdem vorn dabei. Vier Gemeinden des Bezirks befinden sich auch heuer im österreichischen Spitzenfeld beim Bonitätsranking. Alle rutschten aber um einige Plätze zurück.

Von Peter Führer. Erstellt am 16. Juli 2018 (10:46)
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St. Georgens Ortschefin Liselotte Kashofer zieht zufrieden Bilanz.
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Unter den 2.100 Gemeinden Österreichs liegen vier Bezirksgemeinden beim Bonitätsranking des Zentrums für Verwaltungsforschung (KDZ) im absoluten Spitzenfeld: St. Georgen, Ardagger, Seitenstetten und St. Valentin.

Im Vorjahr landete St. Georgen mit den Zahlen des Jahresabschlusses 2016 österreichweit auf dem vierten Platz. Heuer (Jahresabschluss 2017) reiht man sich zwar wieder weit oben ein, fällt jedoch auf den 207. Rang zurück. Für Bürgermeisterin Liselotte Kashofer keine überraschende Entwicklung. „Wir haben im Vorjahr sehr viel investiert und daher auch damit gerechnet, dass wir beim Ranking zurückfallen werden. Im Jahresabschluss waren mit dem Georgsaal, dem Brunnen- und Wasserleitungsbau in der Doislau und Grundstückskäufen umfangreiche Investitionen enthalten. Man kann eben nicht eine großartige Bonität haben und gleichzeitig viel investieren. Das muss sich immer die Waage halten.“

„Alle, die unter den Top-250 Gemeinden sind, können stolz sein.“Ardaggers Bürgermeister, Hannes Pressl

Etwas weniger bergab ging es für Ardagger, das dennoch weiterhin zu den bonitätstärksten Gemeinden zählt. Nach Platz 23 im Jahr 2017 kam man auf Rang 39.

Hannes Pressl plädiert dafür, dass Ärzte andere Ärzte anstellen dürfen.
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Bürgermeister Hannes Pressl zum Ergebnis: „Vor allem unserer Gemeindeverwaltung arbeitet exzellent und sparsam. Aber auch im Gemeinderat werden keine ‚übertriebenen‘ Projekte vorangetrieben und letztlich versteht auch die Bevölkerung, dass es viel Eigeninitiative, Eigenleistung und auch Selbstverantwortung bedarf. Alle, die unter den Top 250 Gemeinden sind – wie auch St.Valentin, St. Georgen oder Seitenstetten – können stolz sein.“

Seitenstetten ist nach Platz 29 im Vorjahr heuer auf Rang 65 zurückgerutscht. „Grund dafür sind Investitionen in die Zukunft. Wir haben ja Betriebsgründe angekauft. Außerdem haben wir für die Sanierung der Volksschule schon eine Million im Budget vorgesehen. Das schlägt sich natürlich im Ranking nieder“, erklärt Bürgermeister Johann Spreitzer. Er ist mit Platz 65 aber noch immer sehr zufrieden.

St. Valentin erreichte beim Ranking Platz 123, nach Platz 56 im Vorjahr „Das war ein Top-Ergebnis. Aufgrund der Investitionen, die wir getätigt haben und der Schulden, die wir dafür aufnehmen mussten, war aber klar, dass wir etwas nach hinten rücken müssen. Trotzdem ist es sensationell, dass wir von 2.100 Gemeinden auf Platz 123 gekommen sind“, betont Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr.