Amstetten

Erstellt am 09. Januar 2017, 08:16

von Stephanie Turner

Grippewelle angerollt: 300 Krankheitsfälle. In der letzten Dezemberwoche waren bereits über 300 Personen im Bezirk Amstetten krank gemeldet.

Bezirksärztevertreter Christian Eglseer empfiehlt diverse Vorbeugungsmaßnahmen. Foto: Archiv  |  Archiv

Mit dem Jahreswechsel kam nicht nur der Schnee, sondern auch die Grippewelle. In der letzten Kalenderwoche des abgelaufenen Jahres waren laut der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse insgesamt 315 Personen im Bezirk wegen Grippe und grippalen Infekten als arbeitsunfähig gemeldet. Heuer kommt die alljährliche Grippewelle sogar um ein paar Wochen früher als im vergangenen Jahr.

Bezirksärztevertreter Christian Eglseer merkt bereits selbst die Auswirkungen: „Einige Patienten, die bei mir als Internist reguläre Untersuchungstermine gehabt hätten, mussten wegen Grippe oder grippalem Infekt absagen. Von anderen Kollegen weiß ich, dass auch sie den Einzug der Grippewelle bemerkt haben“, sagt er.

„Man sollte zur Zeit Menschenansammlungen vermeiden“

Worin liegt nun aber der Unterschied zwischen einer Grippe und einem grippalen Infekt? „Eine Grippe ist eine Erkrankung, die mitunter auch gefährlich werden kann. Typische Symptome für eine Grippe sind unter anderem Gliederschmerzen, ein allgemeines Krankheitsgefühl sowie noch höheres Fieber, als bei einem grippalen Infekt. Ein grippaler Infekt ist hingegen etwas harmloser und geht auch schneller vorbei,“ erklärt Eglseer.

Um eine Ansteckung zu vermeiden, empfiehlt es sich, eine Grippeimpfung in Betracht zu ziehen, rät der Mediziner. „Unabhängig davon, ob man gegen Grippe geimpft ist oder nicht, sollte man zur Zeit Menschenansammlungen vermeiden. Genauso sollte man darauf verzichten, Hände zu schütteln. Lässt sich dies nicht verhindern, sollte man so schnell wie möglich danach seine Hände waschen und desinfizieren“, rät der Mediziner.

Wenn man sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen mit der Grippe angesteckt hat, ist ein Besuch beim Hausarzt ratsam. „Durch die richtigen Medikamente lassen sich Symptome mildern und die Krankheitsdauer verkürzen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Ruhe und Schonung helfen bei Grippe, als auch bei grippalem Infekt, bis man sich wieder gesund fühlt.“

In der Zeit nach den Weihnachtsferien sei auf jeden Fall Vorsicht geboten. „Nach den Ferien kann es sein, dass sich die Krankheitsfälle häufen, weil Kinder in den Kindergärten und Schulen wesentlich zur Verbreitung der Grippe beitragen“, weiß Eglseer.