Initiative für mehr Bewegung: Sportmangel hat Folgen

Erstellt am 13. April 2022 | 03:24
Lesezeit: 3 Min
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Foto: kovop58, Shutterstock.com
Hannes Hörndler, Mit-Initiator von „Kinder brauchen Sport“, über die aktuellen Entwicklungen.
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Vor etwas mehr als einem Jahr startete ein Team rund um den Allhartsberger Hannes Hörndler die Initiative „Kinder brauchen Sport“. Dabei versammelte man 1.000 Fußballvereine in ganz Österreich, die mit einem stillen Protest ein starkes Zeichen gegen gesperrte Sportstätten und Einschränkungen bei der Sportausübung setzten. Mit einer Petition sammelte man zudem mehr als 40.000 Unterschriften. „Wir haben das damals gemacht, weil wir gespürt haben, dass es mittel- und langfristig Schäden verursacht, wenn Kinder nicht regelmäßig zu Bewegung und Sport kommen“, erinnert sich Hörndler, selbst Jugendleiter bei der Sportunion Allhartsberg, zurück. Das zeige sich dadurch, dass die Nichtschwimmerquote anstieg, Kinder teilweise an Gewicht zunahmen und schlicht nicht mehr so fit wie zuvor seien.

„Draußen muss auf jeden Fall alles möglich sein“

„Eine kurze Pause wäre kein Problem gewesen, aber insgesamt waren es dann ja zwei Mal sechs Monate. Mindestens ein Jahr ohne Sport – das hat Folgen gehabt. Turnen ist zeitweise auch weggefallen. Unsere Forderung war klar: Draußen muss auf jeden Fall alles möglich sein, hier ist die Ansteckungsgefahr ja kaum vorhanden“, bringt es Hörndler auf den Punkt. Eine Forderung, die aktuell erfüllt ist. So kann ja Sport, wie eben Fußball, derzeit ausgeübt werden. Mit der Einschränkung, dass Trainer oder auch Spieler manchmal in Quarantäne sind.

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Hannes Hörndler verweist auf die große Bedeutung von Sport.
Foto: Sabine Wieser

Eine Folge der Pause sei allerdings, dass bei manchen Funktionären und Trainern „die Luft etwas draußen“ ist. „Man investiert viel Zeit und Aufwand und dann ist der Outpunkt geringer. Es ist mühsamer geworden“, schildert Hörndler. Positiv allerdings: Bei den Kindern sei die Lust aufs Kicken nach wie vor groß, nur wenige hätten die Schuhe bereits wieder an den Nagel gehängt. Die Zukunft sieht Hannes Hörndler daher nicht schwarz. „Es wäre aber sehr gut, wenn man sich verlassen kann. Fehlende Planbarkeit ist das Zermürbendste. Daher meine Bitte: Lasst die Kinder Bewegung und Sport machen!“

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