Kein Badebetrieb vor Juli. Bezirk Amstetten: Corona-Regelungen lassen sich gerade in Freibädern wohl nur schwer umsetzen. Bürgermeister Haberhauer hofft, dass Trainingsbetrieb im Hallenbad früher möglich wird.

Von Hermann Knapp und Doris Schleifer-Höderl. Erstellt am 29. April 2020 (04:52)
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Der Betriebsleiter der Amstettner Bäder, Reinhard Walter, kann sich einen Badebetrieb bei geltenden Coronavirus-Einschränkungen schwer vorstellen.
Schleifer-Höderl

Badenixen und Wassermänner werden sich heuer gedulden müssen. Der Start in die Badesaison wird nämlich nicht, wie üblich, am 1. Mai erfolgen, sondern bedingt durch die Corona-Maßnahmen verschoben.

„Ob und wann wir aufsperren können, ist noch nicht geklärt. Dem Fahrplan der Regierung ist zu entnehmen, dass Veranstaltungen frühestens ab Ende Juni wieder besucht werden können. Daraus leiten wir ab, dass ein Bäderstart ab 1. Juli eventuell möglich ist, allerdings vermutlich mit Einschränkungen, wie zum Beispiel, dass weniger Gäste und diese nur mit speziellen Schutzmaßnahmen baden gehen dürfen“, sagt der Betriebsleiter der beiden Amstettner Bäder, Reinhard Walter.

Wie das funktionieren soll, kann er sich nicht vorstellen. „Denn wenn ein Bad aufsperrt, ist ein Meter Abstand nicht praktikabel, weder bei der Kassa, noch bei den Wasserrutschen und den Sprungtürmen und auch nicht beim Buffet.“ Walter versichert aber, dass man selbstverständlich jegliche Anordnung des Gesetzgebers bestmöglich umsetzen werde. „Derzeit können wir nur abwarten.“

Auch Bürgermeister Christian Haberhauer geht nicht von einer Öffnung der Bäder vor Juli aus. „Aber vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit, schon vorher das Hallenbad für das Training der Vereine zu öffnen. Wenn die Regierung da Spielraum eröffnet, werden wir diesen natürlich nutzen – unter Einhaltung aller Auflagen“, sagt der Stadtchef.

St. Peter und Aschbach warten ebenfalls ab

Auch in den Gemeinden St. Peter in der Au und Aschbach rechnet man mit einem Start der Badesaison frühestens im Juli. „Wenn wir es rechtzeitig erfahren, ist das kein Problem. Zwei Wochen Vorbereitungszeit bis zur Eröffnung reichen uns“, sagt Aschbachs Ortschef Martin Schlöglhofer.