Leiner baut 21 Angestellte ab

Erstellt am 25. September 2018 | 04:01
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Auch am Standort in Greinsfurth wurden Leiner-Beschäftigten von der
Foto: Firmenleitung Ausstiegsangebote unterbreitet.
21 Angestellte bekamen im Rahmen eines Sozialplans ein Angebot für eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses. Bis Dienstag müssen sie entscheiden.
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Der neue Eigentümer von kika/Leiner, die Sigma Gruppe, hat mit dem Mitarbeiterabbau begonnen. 1.100 Beschäftigte wurden bundesweit ja schon im August beim AMS zur Kündigung angemeldet. Laut AMS Niederösterreich sind aktuell 830 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von kika/Leiner von einer Auflösung des Dienstverhältnisses betroffen. In Niederösterreich sind es 370 Angestellte.

Im Rahmen eines Sozialplanes wird den Betroffenen allerdings ein Angebot des Unternehmens unterbreitet, in Amstetten dürften 21 Angestellte betroffen sein. „Viele von ihnen haben sich an die Arbeiterkammer gewandt, um sich beraten zu lassen“, sagt Bezirksstellenleiter Robert Schuster.

Wenn die Beschäftigten einer einvernehmlichen Auflösung des Dienstverhältnisses zustimmen, dann wird ihnen je nach Alter, Zugehörigkeit im Betrieb und auch Familiensituation (zu versorgende Kinder) offenbar der Abschied mit 5.000 bis 10.000 Euro „versüßt“. Wer nicht zustimmt, wird im gesetztlichen Rahmen gekündigt und bekommt seine Abfertigung.

Mit 31. März Auflösung des Dienstverhältnisses

„Die Leute haben bis Dienstag Zeit, sich zu entscheiden, die Auflösung des Dienstverhältnisses tritt dann mit 31. März 2019 in Kraft“, berichtet Schuster.

Leiner-Zentralbetriebsratsvorsitzender Karl Vogl hofft, dass nicht alle der insgesamt 1.100 zur Kündigung angemeldeten Personen auch tatsächlich gehen müssen. Durch Verhandlungen und Umschichtungen soll es möglich werden, dass ein Teil der Leute im Unternehmen bleibt. Zudem hofft Vogl, dass durch eine gute Geschäftsentwicklung in den nächsten Monaten doch noch mehr Bedarf an Personal vorhanden sein wird. Der Betriebsratsvorsitzende geht davon aus, dass eine hohe Anzahl an Leiner-Mitarbeitern das ihnen jetzt unterbreitete Angebot des Eigentümers annehmen wird. „Das ist mein Gefühl nach vielen Einzelgesprächen mit Mitarbeitern in den letzten Tagen. Viele Härtefälle – kinderreiche Familie, Alter, Krankheit – habe ich bereits im Vorfeld abwenden können.“

Vogl möchte, dass Leiner ein Hochqualitäts-Einrichtungshaus wird. Diesbezüglich ist er aktuell in Gesprächen mit dem neuen CEO Reinhold Gütebier. „Die Entscheidung, welchen Marktauftritt Leiner künftig haben wird, muss natürlich der Geschäftsführer treffen. Ich bin aber zuversichtlich, dass es in eine gute Richtung gehen wird.“

Von der Sigma Holding gab es gegenüber der NÖN keine näheren Auskünfte zum Mitarbeiterabbau. Auch Details zum „Zukunftskonzept“, das der neue CEO erarbeiten wird, wurden bislang nicht bekannt gegeben.

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