„Mehr Besinnung und weniger Stress“ zu Weihnachten. Wie wird das Weihnachtsfest heuer gefeiert? Die NÖN fragte bei vier Promis nach, wie sie heuer die ruhige Jahreszeit begehen.

Von Peter Führer, Josef Penzendorfer und Leopold Kogler. Erstellt am 23. Dezember 2020 (03:48)
Symbolbild
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Die ruhigste Zeit des Jahres fällt heuer noch eine Spur ruhiger aus. In vielen Haushalten versucht man, trotz Pandemie nicht auf die gewohnten Traditionen und Rituale zu vergessen oder zu verzichtet. „Weihnachten ist für mich die Zeit des Runterkommens und der Ruhe.

Bürgermeister Christian Haberhauer
ÖVP

Die besonderen Rituale und viel Zeit mit der Familie zu verbringen, das ist mir ganz wichtig“, verrät Amstettens Bürgermeister Christian Haber hauer. Bei ihm zuhause steht üblicherweise der Besuch der Christmette auf dem Programm. Wie auch Gesellschaftsspiele mit den Kindern. Und gutes Essen, wobei Haberhauer heuer selbst für das Festmahl sorgt. „Heuer koche ich selber, es gibt geschmorten Rehbraten mit Rotkraut, Apfelscheiben und Kroketten“, verrät der Stadtchef über das Festtagsmenü.

„Kraft für das nächste Jahr tanken“

Auch Besuche bei den Großeltern sind geplant, wenngleich diese heuer kürzer ausfallen müssen. „Weihnachten ist auch immer die Zeit, in der man sich selber reflektiert. In der man Zeit hat, auf Vergangenes zurückzuschauen, aber auch wieder Kraft für das nächste Jahr sammeln kann. Es ist eine ganz besondere Stimmung“, ist Haberhauer weiters sicher.

Matthias Wurm, Kapitän des SKU Amstetten
privat

Auch für die Fußballer ist mit den Feiertagen Ruhe eingekehrt. Die Kicker des SKU Amstetten genießen bis Anfang Jänner eine Trainingspause. Das Heilige Fest verbringt etwa Kapitän Matthias Wurm im Kreis der Familie. „Wir sind gerade am Hausbauen und wohnen bei unseren Schwiegereltern und können daher gemeinsam feiern. Es wird sicher auch für unsere zwei kleinen Söhne ein schönes Fest“, erzählt er. Diskutiert wird aber noch darüber, welches Essen auf den Tisch kommt. „Es wird was Klassisches werden, aber was, ist noch nicht ganz fix. Zum Glück kann meine Schwiegermutter als Chefköchin im Altersheim Pöchlarn sehr gut kochen, da mache ich mir um das Essen keine Sorge“, schildert der SKU-Kicker. Einzig an Weihnachtsstimmung fehlt es bei ihm aber noch. „Die Christkindlmärkte gehen ab, jetzt hoffen wir, dass in den nächsten Tagen zumindest noch etwas Schnee kommt.“

Bildungsdirektor Johann Heuras
privat

Bildungsdirektor Johannes Heuras erzählt, dass ihm die Nähe zu und die Begegnung mit anderen Menschen sehr wichtig seien. „Heuer heißt es: ‚Halte dich fern!‘ Das tut mir persönlich weh. Dabei hätte ich gerade im heurigen Jahr so sehr das Bedürfnis, allen ein aufrichtiges Danke für die intensive Unterstützung zu sagen und real mit Menschen in Beziehung zu treten – das vermisse ich schon sehr.“ Nun seien die Feierlichkeiten geprägt von der Frage, wen man wann und wie einladen kann. Das Treffen mit der Familie wird nur im kleinsten Familienkreis mit den vier Enkelkindern über die Bühne gehen. „Für mich bedeutet Weihnachten heuer auch die dringende Sehnsucht nach ruhigen Tagen, an denen ich ganz privat sein darf: Lesen, Zeit mit der Familie, sich selbst einfach für ein paar Tage ganz herausnehmen fernab von Telefon und Laptop in Reichweite“, verrät Heuras. Dennoch sollen die üblichen Rituale weiterhin gepflegt werden.

Kabarettist Walter Kammerhofer
Gerhard Sengstschmid

Für Kabarettist Walter Kammerhofer ist es ein übliches Ritual, auf einen Weihnachtsbaum zu verzichten. „Mein Christbaum wächst in der Natur, kein Baum wird abgesägt, er darf weiterwachsen, Jahr für Jahr. Es gibt bei mir zu Hause keinen Christbaum. Seit meiner Scheidung feiere ich nur mehr mit meinen erwachsenen Kindern. Ganz einfach, ohne großes Tamtam“, verrät der bekannte St. Peterer. Schon immer sei Weihnachten bei ihm sehr ruhig und ohne Stress abgelaufen. „Ich habe mich nie dem Weihnachtstress hingegeben. Was uns da alles so eingeredet wird ist nur ein Stressverstärker und hat nichts mit dem Fest der Liebe zu tun“, ist er sicher. Dem ganzen Weihnachtstrubel habe er sich nie hingegeben. „Corona hat das Weihnachtsfest verändert, ich denke hin zu mehr Besinnung und zu weniger Hektik und Stress. Gemütlichkeit ist angesagt. Die Menschen konzentrieren sich jetzt mehr auf die eigentliche Botschaft der Weihnacht“, glaubt Kammerhofer.

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