Moststraße setzt auf Kooperation

Erstellt am 06. Mai 2022 | 04:04
Lesezeit: 3 Min
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Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer und Moststraßen- Geschäftsführerin Maria Ettlinger (links) präsentierten die Arbeitsschwerpunkte im Leaderprogramm 2023 bis 2030.
Foto: Knapp
Fokus wird auf Tourismus und Erhalt der Kulturlandschaft liegen. Förderungen gibt es nur noch für Gemeinschaftsprojekte von Betrieben und Gemeinden.
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Mit dem Tag des Mostes am 24. April hat die Moststraße wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben und tausende Besucher in die Region gelockt.

Im Hintergrund laufen indessen schon seit längerer Zeit Gespräche und Vorbereitungen, um diesen Erfolg auch in den nächsten Jahren zu prolongieren und die Mostkultur in der Region weiter zu stärken. „Wir haben uns in intensiven Prozessen auch unter Beteiligung von Bürgern und Bürgerinnen Gedanken gemacht, wie wir in der kommenden Leaderperiode von 2023 bis 2027 die Fördermittel in der Region sinnvoll einsetzen wollen. Da ist viel Energie und Hirnschmalz hineingeflossen“, sagt Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer.

Jetzt liegt die Leaderstrategie auf dem Tisch und enthält unter anderem geplante Aktivitäten in den Themenbereichen Nachhaltigkeit, regionale Identität, Digitalisierung und Innovation. Der Fokus wird in den kommenden Jahren natürlich auch weiterhin auf der Tourismus- und Freizeitwirtschaft liegen. Hand in Hand damit geht die Erhaltung der Kulturlandschaft. „Denn sie ist unsere Wurzel und nur, wenn sie intakt ist, können wir sie auch vermarkten“, sagt die Moststraßenobfrau.

Baumpflanzaktionen weiterhin Schwerpunkt

Genau aus diesem Grund wird auch in den nächsten Jahren der Fokus auf Baumschnittkursen und vor allem auf Baumpflanzaktionen liegen. „Sie sind wichtig für den Erhalt der Kulturlandschaft, also eine Investition in die Zukunft. Und sie laufen auch sehr erfolgreich. Pro Jahr wurden da in den letzten Jahren zwischen 15.000 und 20.000 Bäume gesetzt“, berichtet Moststraßen-Geschäftsführerin Maria Ettlinger.

Neu in der kommenden Leaderperiode ist, dass es keine Förderung für Vorhaben einzelner Betriebe mehr geben wird, sondern nur für solche, an denen mehrere Betriebe oder auch Gemeinden beteiligt sind.

Ein Projekt, bei dem ja schon lange auf überregionale Kooperation gesetzt wird, ist der Ybbstalradweg. Der soll im Abschnitt Ybbs bis Waidhofen heuer ausgebaut werden. „In zwei Etappen wollen wir die Qualität deutlich erhöhen. Die Arbeiten werden bald starten“, sagt Hinterholzer.

Auf die ganze Region ausstrahlen wird natürlich auch die Landesausstellung 2026 in Amstetten und Mauer. „Wir haben die Bewerbungsunterlagen überarbeitet und eingereicht und hoffen sehr, dass wir den Zuschlag bekommen“, sagt die Moststraßenobfrau. Schwerpunkthema wird die seelische und geistige Gesundheit sein.

Die Gesundheit ist aber auch ein neuer Schwerpunkt im Leaderprogramm der Region. „Gemeint sind damit nicht medizinische Projekte im engeren Sinne, sondern solche, die mit gesundem Essen, Trinken und Leben zu tun haben. Radwege und auch Bewegungsparks wären also theoretisch durchaus förderwürdig“, sagt Hinterholzer.

Auf die Qualifizierung ihrer rund 130 Mitgliedsbetriebe wird die Moststraße in den kommenden Jahren ebenfalls besonderes Augenmerk legen. Ihnen wird im Strategieplan 2030 neben einer intensiven Vernetzung und einem entsprechenden Marketing ein umfassendes Programm angeboten, das von Kochkursen über Marketing- und Facebook-Schulungen bis hin zur Teilnahme am Mystery-guest-Testprogramm reicht.

Insgesamt will man in der Förderperiode rund 2,8 Millionen Euro an EU-Geldern in die Region holen.

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