Nach Pressekonferenz: Kleine Öffnungs-Schritte ab April. Die Wirtschaftskammer hätte sich weitere Öffnungen erhofft.Amstettner Veranstaltungsbetriebe (AVB) planen für weitere Lockerungen im Monat April.

Von Peter Führer. Erstellt am 03. März 2021 (05:22)
Der Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer Amstetten, Andreas Geierlehner.
TANJA WAGNER

Einige, wenn auch kleine, Öffnungsschritte verkündete die Regierung bei der Pressekonferenz am Montag . Unter anderem war die Gastronomie betroffen. Diese soll ab 27. März wieder im Außenbereich Besucher begrüßen dürfen. Der Innenbereich kann allerdings frühestens im April genützt werden.

Für Andreas Geierlehner, Bezirkstellenleiter der Wirtschaftskammer Amstetten, ein „Etappensieg“, wenngleich man sich weitere Lockerungen erhofft hätte. „Wir hätten uns schon weitreichendere Schritte erwartet. Man muss die Entscheidungen aber zur Kenntnis nehmen. Klar ist ja auch, dass die Infektionszahlen eine deutliche Sprache sprechen. Die Entscheidung war sicher keine leichte“, kommentiert er die Ankündigungen.

„Wir hätten uns weitreichendere Schritte erwartet.“ Andreas Geierlehner, WK Amstetten

Bedenken müsse man, dass es auch Betriebsarten geben wird, bei denen eine Öffnung keinen Sinn haben werde. Die Fixkosten und das Service müssten ja auch für den Außenbereich aufrecht erhalten bleiben. Die Abhängigkeit vom Wetter erschwere die Kalkulationen. „Schanigarten-Betrieb hört sich im ersten Moment gut an. Aber wenn dann das Wetter nicht mitspielt, relativieren sich die Lockerungen rasch. Leider konnte sich die Wirtschaftskammer bei der Forderung nach weiteren Schritten nicht durchsetzen“, sagt Geierlehner.

Spannend wären die Überlegungen bezüglich regionaler Unterschiede. Hier müsse man gut überlegen, ob es bei guten Zahlen nicht auch frühere Öffnungen geben kann. Der Wirtschaftskammer-Vertreter sieht im Ausbau und der Erweiterung der Testvarianten eine wichtige Möglichkeit für den Weg zurück zur Normalität. Klar ist für Geierlehner, dass es für betroffene Betriebe weiterhin Unterstützungen geben muss. „Wir erwarten, dass es, bei Verlängerungen der Einschränkungen, auch bei den Unterstützungen Verlängerungen gibt.“ Die Unterstützungen würden im Wesentlichen funktionieren, auch wenn es Fälle gäbe, bei denen es etwas länger bis zur Zahlung dauert.

Babyelefant darf nur ohne Mutterkuh rein

Etwas länger, zumindest bis April, wird es für den Kulturbereich noch dauern, bis wieder Normalbetrieb herrscht. „Es laufen die Planungen, um dann, wenn es die Regierung erlaubt, rasch reagieren zu können“, erklärt Christoph Heigl, Geschäftsführer der Amstettner Veranstaltungsbetriebe (AVB) GmbH. Er sieht eine positive Richtung, die Lockerungen in Vorarlberg würden hoffen lassen. Besonderes Augenmerk wird bei den AVB auf dem Musicalsommer 2021 liegen. „Das Interesse ist auch bei der Stadtregierung groß, dass wir wieder Leben in die Pölz-Halle und die AVB bringen“, unterstreicht Heigl. Derzeit zeigt er sich vorsichtig optimistisch, dass die Proben wie geplant starten können. Auch mit reduzierter Besucherzahl und Mindestabstand wird kalkuliert. Wobei Heigl betont: „Wir planen mit einem Babyelefanten. Mit einer Mutterkuh wird die Veranstaltung wirtschaftlich aber keinen Sinn machen.“

In Bezug auf das restliche Kulturprogramm heißt es noch abwarten. Die Veranstaltungen sind so getaktet, dass sie auch verschoben werden können. Wichtig ist Planungssicherheit. „Ein Vorteil, den wir haben, ist, dass wir die vorhandene Testinfrastruktur auch für sichere Veranstaltungen nützen könnten. Eventuell gibt es hier in Zukunft Möglichkeiten, das zu verbinden. Wir wollen auf jeden Fall sobald wie möglich wieder unser Programm mit Sport, Kultur und Freizeit anbieten“, sagt der Geschäftsführer.

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