Neue Sammelmethode: Der gelbe Sack kommt

Erstellt am 10. April 2018 | 03:41
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Sind davon überzeugt, dass der gelbe Sack ein Fortschrittgegenüber den Kunststoffsammeltonnen bei den Altstoffzentren ist: Der Obmann desGemeindedienstleistungsverbandes, AntonKasser (2. von links), seineVize-Obmänner Karl Huber (links) undAlfred Buchberger (3. von links) sowie Verbandsgeschäftsführer WolfgangLindorfer(rechts).
Foto: Knapp
Kunststoffverpackungen werden künftig direkt im Haushalt gehortet und alle sechs Wochen abgeholt.
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Lange wurde er schon angekündigt, jetzt kommt er tatsächlich ins Haus: der gelbe Sack. Ab Mitte April haben die großen Kunststoffsammelbehälter in den Altstoffsammelzentren ausgedient.

„Aus Erfahrungen von anderen Bezirken, wo es den gelben Sack ja schon lange gibt, wissen wir, dass sich dadurch die Trennquote wesentlich verbessert“, sagt der Obmann des Gemeindienstleistungsverbandes, Landtagsabgeordneter Anton Kasser. Bei den Altstoffsammelzentren werde der Müll sofort anonymisiert, daher sei die Hemmschwelle, bei der Trennung nicht so genau zu sein, oft niedrig. „Wenn ich den gelben Sack sechs Wochen zuhause stehen habe, dann wird der Inhalt sozusagen zu meinem Abfall, und da achte ich dann schon genau darauf, was ich hineinschmeiße – auch um unangenehme Geruchsentwicklung zu vermeiden“, sagt Kasser.

In Allhartsberg wurde der gelbe Sack im Rahmen eines Pilotprojektes schon im Vorjahr eingeführt. „Und dort will man ihn nicht mehr missen. Es ist einfach auch eine Gewöhnungssache“, betont der Verbandsobmann.

Ab Mitte April kommt gelber Sack ins Haus

Die Erstzuteilung der Gelben Säcke wird ab Mitte April direkt ins Haus oder in die Wohnung erfolgen. Weitere gelbe Säcke sind am Gemeindeamt, aber auch in den Altstoffsammelzentren erhältlich. Der Verband geht davon aus, dass ein Vier-Personen-Haushalt pro Abfuhrtermin mit zwei bis maximal drei Säcken zu je 110 Liter Fassungsvermögen das Auslangen findet.

Für Kasser ist der gelbe Sack ein weiterer Schritt auf dem Weg vom Abfall zum Wertstoff. „Wir hoffen, dass künftig weitaus weniger recycelbarer Kunststoff im Restmüll landet, als das bisher der Fall war, weil für die Bürger dadurch der Weg zum Altstoffsammelzentrum wegfällt“.

Befürchtungen, dass die Säcke durch starken Wind verweht werden könnten, habe die Praxis in anderen Bezirken widerlegt, versichert Kasser. Auch den Einwand, dass der Verband mit den Plastiksäcken nun selbst Plastikmüll erzeuge, lässt er nicht gelten. „Die Säcke bestehen zu 70 Prozent aus Recyclingmaterial.“

Wer falsch trennt, dem kann es übrigens auch passieren, dass er auf seinem Müll sitzenbleibt. Es wird stichprobenartig kontrolliert. Gibt es gröbere Verstöße, wird der gelbe Sack einfach nicht mitgenommen.

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