ÖVP: Glasfaser bis ins Haus als Ziel. VP präsentierte die wichtigsten Arbeitsschwerpunkte für das Jahr 2019.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 29. Dezember 2018 (05:58)
Hudler
Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, Bezirksparteiobmann Andreas Hanger und Landtagsabgeordneter Anton Kasser präsentierten die Arbeitsschwerpunkte der ÖVPim Jahr 2019 und luden zum Neujahrsempfang am 16. Jänner in derAmstettner Pölz-Halle ein.

Digitalisierung und Pflege werden auch in der Region im kommenden Jahr Schwerpunkte der politischen Arbeit der ÖVP sein. Bezirksparteiobmann Andreas Hanger hob bei einer Pressekonferenz am Freitag vor Weihnachten die gute Wirtschaftslage im Bezirk hervor. „Das zeigt sich auch an der Arbeitslosenrate, die mit 3,9 Prozent die niedrigste in Niederösterreich ist.“

Im Bund werde man für 2018 aufgrund der guten Konjunktur bereits ein Nulldefizit erreichen. „Und die Budgetberichte aus den Gemeinden zeigen, dass auch hier die Finanzlage eine gute ist!“ Gerade ob der boomenden Wirtschaft sei der Breitbandausbau umso wichtiger, weil die Firmen schnelles Internet benötigten.

Auch Wasservorräte als Herausforderung

Das bestätigt auch Landtagsabgeordneter Anton Kasser, der den Bezirk da aber auf gutem Kurs sieht. „Die Pilotregion Ybbstal ist zu 80 Prozent ausgebaut und viele Gemeinden im Bezirk verlegen bei Tiefbauarbeiten Leerrohre für Lichtwellenleiter. Unser Ziel ist Glasfaser bis ins Haus und ich glaube, dass wir da bis zum Jahr 2024 im Bezirk schon sehr weit sein werden“, sagt der VP-Politiker.

Eine Herausforderung sieht Kasser angesichts der Häufung von eher trockenen Jahren künftig in der Aufteilung der Wasservorräte im Bezirk. „Heuer haben Regionen Versorgungsengpässe gehabt, wo es bisher nie Probleme gab. Auch darauf müssen wir reagieren.“ Als Obmann des Gemeindedienstleistungsverbandes freut sich Kasser, dass die Umstellung auf den Gelben Sack gelungen ist. „Es zeigt sich, dass die Qualität des gesammelten Kunststoffs besser wird und auch die Menge zunimmt.“

Für Landtagsabgeordnete und NÖ-Hilfswerkpräsidentin Michaela Hinterholzer ist es höchste Zeit, in Sachen Pflege Nägel mit Köpfen zu machen. „Wir wissen, dass sich bis 2050 der Pflegebedarf mehr als verdreifachen wird. Um diese Herausforderung zu bewältigen, braucht es auch eine neue Finanzierung – sei es über eine Pflegeversicherung oder Steuern.“ Forciert werden müsse, so Hinterholzer, vor allem die mobile Pflege, denn die stationäre Form sei natürlich die teuerste.

Handlungsbedarf sieht die VP-Politikerin aber auch bei den praktischen Ärzten. „Im Westen Amstettens und damit auch in Öhling sind wir unterversorgt, das höre ich von den Leuten immer wieder.“ In Mauer gibt es derzeit ja gar keinen praktischen Arzt. Angedacht ist allerdings, im Klinikum ein Primär-Versorgungszentrum zu schaffen. Zwei junge Ärzte wären zwar interessiert, haben allerdings nicht die finanziellen Ressourcen dafür. „Da müssen wir auch noch die Rahmenbedingungen ändern“, sagt Hinterholzer.