Pfarrgemeinderatswahlen: Neue Ideen werden entwickelt

Erstellt am 09. Februar 2022 | 03:14
Lesezeit: 2 Min
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Foto: Maleo/Shutterstock.com
Unter dem Motto „mittendrin“ wird am 20. März im Bezirk Amstetten in zahlreichen Pfarren ein neuer Pfarrgemeinderat gewählt.
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Alle fünf Jahre wird österreichweit ein neuer Pfarrgemeinderat gewählt, am 20. März ist es so weit. Neben der Bundespräsidentenwahl wird es wohl mit 4,5 wahlberechtigten Katholikinnen und Katholiken die größte Wahl heuer sein.

Im Bezirk Amstetten gibt es 56 Pfarren (3 Dekanate: Waidhofen/Ybbs, Amstetten und Haag), es wird fast überall gewählt. Ausnahmen sind etwa die Pfarren Neuhofen/Ybbs sowie die Amstettner Pfarren St. Marien und St. Stephan.

Diskussionen und Entwicklungen im Fokus

Für den Pfarrer von Amstetten Herz Jesu, Salesianerpater Hans Schwarzl, ist der Pfarrgemeinderat ein zentraler Faktor im Pfarrgeschehen: Hier werden neue Ideen diskutiert und pastorale Entwicklungen vorangetrieben. Mit fast 30 Personen war der letzte Pfarrgemeinderat von Herz Jesu übrigens einer der größten in der Diözese St. Pölten. Das Motto am 20. März lautet „mittendrin“, erinnert Pater Hans: „Wir sind mittendrin in unserem Lebensalltag, in der Gestaltung unseres Glaubenslebens oder in unserem kirchlichen oder zivilgesellschaftlichen Engagement. Wir sind mittendrin in kirchlichen, gesellschaftlichen beziehungsweise politischen Veränderungsprozessen.

Die Wahl im Bezirk hat übrigens einige Spezialitäten: So gibt es mancherorts ein Familienwahlrecht – das heißt, auch für Kinder kann gewählt werden. Weiters kann man sich für bestimmte „Ressorts“ melden, heuer erstmals für den Bereich „Sport- und Freizeitpastoral“. Sepp Eppensteiner, Vorsitzender der Diözesansportgemeinschaft, erklärt: „Damit gehen wir lebensnah an die Ränder der Kirche, denn das pfarrliche Angebot ist oft sehr groß. Infos gibt es bei der Diözesansportgemeinschaft.“ Wahlmodelle sind im Bezirk die Kandidatenliste oder die Urwahl.

Wahlberechtigt sind alle Katholikinnen und Katholiken, die (je nach Diözese) das 14. beziehungsweise 16. Lebensjahr vollendet haben. Österreichweit gibt es etwa 3.000 Pfarren und rund 30.000 Pfarrgemeinderäte. Der Großteil wird gewählt, einige delegiert.

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