Regionaldialog: „Arbeit gibt’s genug“. Künftige Herausforderungen, Chancen und Entwicklungspotenziale des Mostviertels wurden diskutiert.

Von Otmar Gartler. Erstellt am 25. Januar 2017 (05:21)
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Der Podiumsdiskussion beim Regionaldialog in Amstetten stellten sich AKNÖ-Präsident Markus Wieser, AMS-Geschäftsstellenleiter Harald Vetter, Landtagsabgeordneter Bürgermeister Helmut Schagerl, Regionalberater Josef Wallenberger und Moderator Christian Haberle (von links).
NOEN, Otmar Gartler

Beim Regionaldialog „Meine Region–Mostviertel“ lud die NÖ Arbeiterkammer vergangene Woche Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter der Region ein, über die künftigen Herausforderungen und Chancen des Mostviertels zu diskutieren.

Beleuchtet wurde die aktuelle Situation von Regionalberater Josef Wallenberger, der wesentliche Kennzahlen wie Einkommensdaten, Pendlerstrukturen, Entwicklung der Wohnbevölkerung und dergleichen, darstellte und analysierte. Mit einem Medianeinkommen von 2.241 Euro ist das Mostviertel die einkommensstärkste Region in Niederösterreich, das große Thema in der Region sei aber die Alterung als Folge des demografischen Wandels. Weitere Zukunftsthemen seien die Wirtschaft 4.0 sowie der nachhaltige Umgang mit Ressourcen. „Es gibt genug Arbeit, nicht nur, aber vor allem auch im Pflegebereich. Die Frage ist nur, wie leisten wir uns diese Arbeit, die notwendig wird. Das geht nur über Steuern“, so Wallenberger.

Für den Leiter der AMS-Geschäftsstelle Amstetten, Harald Vetter, ist das Mostviertel mit einer Arbeitslosenquote von 5,5% eine Vorzeigeregion aber keine Insel der Seligen. Es bestehe die Gefahr der Festigung der Langzeitarbeitslosigkeit, von der jeder vierte Arbeitslose betroffen ist.

Bei der abschließenden Podiumsdiskussion waren vor allem die Digitalisierung, Facharbeitermangel, Sozialstaat und Konzerne, die keine Steuern zahlen, die Hauptthemen.