Regionalität bleibt bei Moststraße Trumpf

Vorbereitungen auf die neue Leaderperiode laufen. Auch Tag des Mostes schon in Planung.

Erstellt am 30. Januar 2021 | 06:11
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Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer (rechts) und Moststraßengeschäftsführerin Maria Ettlinger berichten über die Aktivitäten im Hintergrund und die Pläne für die kommende Leaderperiode.
Foto: Hudler

Die Leaderperiode, die eigentlich im Jahr 2020 auslaufen sollte, wurde um zwei Jahre verlängert. „Eigentlich sollten wir jetzt ja mit breiter Bevölkerungsbeteiligung die Strategie für die nächsten Jahre entwickeln, was aufgrund von Corona aber natürlich unmöglich ist“, sagt Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer.

Im Hintergrund werden dennoch erste Weichen gestellt. „Es ist ja viel zu tun. Wir müssen Ziele neu definieren, die Gemeinden müssen Beschlüsse fassen und natürlich gilt es auch, neue Projekte zu entwickeln“, erklärt Moststraßengeschäftsführerin Maria Ettlinger.

Der Fokus der Moststraße wird auch in den kommenden Jahren auf Regionalität und der Erhaltung der Kulturlandschaft liegen. Gerade die Krise hat die Wertschätzung für regionale Produkte deutlich gesteigert und auch die Wertschöpfung.

„Das sieht man an den 24-Stunden-Shops, die sozusagen wie Schwammerln aus dem Boden wachsen – etwa in Zeillern, Öhling und Mauer. Das zeigt, dass die Sehnsucht der Menschen, zu wissen, wo ihre Nahrung herkommt, extrem groß ist“, sagt Hinterholzer. Die Moststraße will den Betreibern der Shops künftig noch mehr organisatorische Hilfeleistung bieten.

„Wir brauchen auch neue Ausflugsziele. Es gibt in der Region noch Schätze, die wir heben wollen!“ Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer

In der Leaderperiode bis 2027 möchte man wieder einen Schwerpunkt auf die Veredelung und Vermarktung regionaler Produkte legen. „Wir haben da beim Most und anderen alkoholischen Getränken schon viel geschafft. Nun wollen wir die Obstsäfte sensorisch noch verbessern und entsprechend vermarkten“, sagt die Moststraßengeschäftsführerin.

In Sachen Kulturlandschaft war und wird auch künftig die Baumpflanzaktion das Hauptprojekt der Moststraße sein. Fast 20.000 Bäume wurden in der letzten Förderperiode gesetzt. Auch zahlreiche Baumschnittkurse wurden organisiert. Im Februar wollte man damit wieder starten, doch aufgrund von Corona mussten sie auf März verschoben werden.

Landesausstellung 2026 ist auch im Blick

„Wir müssen in der kommenden Leaderperiode natürlich auch touristisch wieder Akzente setzen und neue Ausflugsziele kreieren, für Gäste von auswärts, aber auch für die Einheimischen. Es gibt in der Region durchaus noch geheime Schätze, die wir heben wollen. Ein Musterbeispiel ist da die Elisabeth-Warte in Weistrach. Sie war vergessen, wurde dann qualitativ verbessert und entsprechend in Szene gesetzt und ist jetzt ein Publikumsmagnet“, sagt Hinterholzer.

Natürlich hat man bei der Moststraße auch die Landesausstellung 2026 im Blick, um die man sich mit den Standorten Mauer und Amstetten und den Themen „Gesundheit und Mobilität, moderne Lebensweise, Geschichte der Psychiatrie etc.“ bewerben will. Auch dem Schloss Ulmerfeld wird da eine zentrale Rolle zukommen.

Weiter verbessern will man in den kommenden Jahren den Ybbstalradweg. „Da gibt es noch Teilstücke, die nicht familiengerecht und auch nicht entsprechend beschildert sind. Leider müssen sich gerade solche Projekte in der derzeitigen finanziellen Situation der Gemeinden hintanstellen. Aber wir hoffen, dass sich das bald wieder ändert“, sagt Hinterholzer.

Vorbereitungen laufen auch schon für den Mostfrühling und den Tag des Mostes Ende April. „Ob Großveranstaltungen möglich sein werden, kann man jetzt noch nicht sagen, aber die Betriebe werden auf jeden Fall individuelle Angebote machen – wie zum Beispiel ein Picknick unter Birnbäumen. Wir werden sie dabei bestmöglich unterstützen“, verspricht Ettlinger.