Rotes Kreuz zu Massentest: „Größte Mobilisierung“. Bezirk Amstetten: Das Rote Kreuz arbeitet intensiv an den Vorbereitungen für den Massentest. Unterstützung kommt von den Feuerwehren.

Von Daniela Führer. Erstellt am 10. Dezember 2020 (04:12)
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St. Peters Feuerwehrkommandant Philipp Deinhofer, Bürgermeister Johannes Heuras, Rotes Kreuz Bezirksstellenleiter-Stellvertreter Katharina Latschenberger und Sicherheitsreferent Hannes Tanzer rüsten sich für den Test.
Marktgemeinde

Seit mehr als einer Woche laufen die Vorbereitungsarbeiten für die Massentestungen beim Roten Kreuz auf Hochtouren. Das Rote Kreuz Amstetten und Waidhofen stellt pro Tag 150 Tester an den einzelnen Teststraßen der Gemeinden zur Verfügung. „Das ist die größte Mobilisierung an Leuten beim Roten Kreuz, zumindest soweit ich mich erinnern kann“, sagt RK-Bezirkskommandant Wolfgang Frühwirt. Bis zum Wochenende steht die Feinplanung am Programm, die Dienstpläne werden erstellt und auf die RK-Mitarbeiter warten noch intensive Schulungsmaßnahmen.

„Wir machen seit März nichts anderes“

Der Einsatz an sich ist aber bereits Routine für das Rote Kreuz. „Wir machen seit März nichts anderes, testen hunderte Leute pro Tag.“ Der Covid-19-Einsatz ist an Organisation und Mitarbeitern vergleichbar mit dem normalen Rettungsbetrieb. Dem Bezirkskommandanten ist es sehr wichtig, das Virus ernstzunehmen, die Massentestung als wichtige Maßnahme zu sehen und nicht als gesellschaftliches Event.

„Für die Testung sollten sich die Leute unbedingt vorher anmelden. Wir planen dann eine Minute für die Registrierung und eine Minute für die Testung. Wenn sich alle an die Zeitslots halten, dann sollte das reibungslos funktionieren“, betont Frühwirth. Auch die Freiwilligen Feuerwehren sind bei den groß angelegten Tests eingebunden, wie Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber erklärt: „Bei Bedarf können sich die Gemeinden den Feuerwehren bedienen betreffend Lotsentätigkeit, Logistik oder Transport. Der medizinische Bereich obliegt aber den anderen Blaulichtorganisationen.“

Als Beispiel für die umfangreiche Organisationsarbeit der Gemeinden seien an dieser Stelle die Vorbereitungen in St. Peter erwähnt. Dort entschied man sich aus geografischen Gründen dafür, „dezentrale“ Teststandorte in den Katastralgemeinden anzubieten. „Im Viertelstundentakt haben wir die 5.200 Bewohnerinnen und Bewohner eingeladen, an den jeweiligen zugeteilten Teststandort zu kommen und sich testen zu lassen“, verrät Bürgermeister Johannes Heuras.

Insgesamt stehen in der Gemeinde 100 Freiwillige für einen reibungslosen Ablauf bereit. Die Hauptverantwortlichkeit liegt bei den Gemeinden und damit beim Bürgermeister, die Ortsvorsteher werden vor Ort die Standortleitungen übernehmen. Die Tests werden von qualifiziertem Personal des Roten Kreuzes St. Peter/Au gestellt. „Ganz besonders freut es mich, dass auch unsere beiden Hausärzte Dr. Roland Groiß und Dr. Fritz Reith die Aktion unterstützen werden. Sie haben sich bereit erklärt, am Samstag und Sonntag in der Carl-Zeller-Halle selbst Testungen durchzuführen“, verrät Heuras.

Noch am Freitag wird der Ablauf mit den Einsatzkräften simuliert und auch das eingesetzte Personal getestet. „Ich bin froh, dass sich gerade in solchen Dingen zeigt, wozu unsere Gemeinden und Organisationen vor Ort in kürzester Zeit imstande sind“,bilanziert Heuras über die Vorbereitungen.