SPÖ stellt sich mit Strukturreform neu auf. In Amstetten entsteht Regionalbüro. In Melk und Scheibbs werden Bezirksgeschäftsstellen aufgelassen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 07. Februar 2017 (05:50)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Stehen hinter den neuen Organisationsstrukturen der SPÖ: der künftige Kommunalmanager Siegfried Köhsler, Bezirksobfrau Ulrike Königsberger-Ludwig und Landtagsabgeordneter Helmut Schagerl.
Knapp

Die Bezirksgeschäftsstelle der SPÖ in der Ardaggerstraße wird zum Regionalbüro Mostviertel. „Im Rahmen eines eineinhalbjährigen Prozesses hat die SPÖ Niederösterreich beschlossen, ihre Organisationsstrukturen zu verändern“, berichtet SP-Bezirksobfrau Ulrike Königsberger-Ludwig.

Umgeher wird neuer Regionalmanager

Die Bezirksbüros in Melk und Scheibbs werden geschlossen und durch sogenannte „RedPoints“ an zentralen Stellen in den beiden Städten ersetzt. Diese werden stundenweise geöffnet sein, auch Sprechstunden werden dort abgehalten.

Im Regionalbüro Mostviertel werden künftig ein Regionalmanager, zwei Kommunalmanager, ein Öffentlichkeitsmitarbeiter und eine Officeassistenz angesiedelt sein. Regionalmanager wird der bisherige SP-Bezirksgeschäftsführer für Melk und Scheibbs, Andreas Umgeher.

„Er wird aber nicht nur parteipolitisch arbeiten, sondern er soll das Entwicklungspotenzial der Region erfassen und Zukunfts strategien für das Mostviertel entwickeln, die wir in konkrete Konzepte gießen können“, sagt Bezirksobfrau Ulrike Königsberger-Ludwig.

Für die Arbeit mit den Funktionären stehen dem Regionalgeschäftsführer die zwei Kommunalmanager zur Seite (Siegfried Köhsler und Rosa Wögerer).

Mehr draußen in den Gemeinden

Sie sollen durch die neue Struktur von Büroarbeit freigespielt und mehr draußen in den Gemeinden sein können. „Es ist uns wichtig, den Kontakt mit den Funktionären zu intensivieren und sie noch besser als bisher zu unterstützen“, sagt Königsberger-Ludwig. Sie glaubt, dass die neue Struktur Potenzial hat und intensiveren Kontakt mit den Bürgern ermöglichen wird, als das bisher der Fall war. Mit schwindenden Mitgliederzahlen und daher auch geringeren Finanzmitteln habe die Neuorganisation nichts zu tun.

Alle Mitarbeiter werden künftig übrigens bei der der Landes-Partei angestellt sein. Bisher waren das nur die Bezirksgeschäftsführer.

In Kraft treten wird die neue Struktur übrigens an einem für die Sozialdemokratie symbolträchtigten Datum: am 1. Mai.