SPÖ-Umfrage ausgewertet. Partei hat Meinung der Mitglieder eingeholt. Wichtigste Themen im Bezirk sind Sozialversicherung und Wohnen. Asyl abgeschlagen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 11. September 2018 (05:25)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Ulrike Königsberger-Ludwig
Franz Weingartner

88 Prozent (357) der Teilnehmer an der großen SPÖ-Mitgliederbefragung im Bezirk haben das Grundsatzprogramm der Partei für gut befunden. Niederösterreichweit waren es 86 Prozent.

74 Prozent der Befragten (297) im Bezirk sind der Ansicht, dass man künftig über Koalitionsabkommen abstimmen lassen soll. 78 Prozent (314) wünschen sich, dass die Mitgliederrechte gestärkt werden. Ebenfalls 78 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Partei im Bezirk zufrieden, NÖ-weit sind es 70 Prozent.

Direktwahl der Vorsitzenden auf Gemeindeebene gewünscht

„Wir liegen deutlich über dem Landeswert. Das zeigt, dass wir im Bezirk auf dem richtigen Weg sind und wir werden in unserem Engagement sicher auch nicht nachlassen“, verspricht Bezirkspartei-Vorsitzende Ulrike Königsberger-Ludwig. Im Bezirk sind übrigens auch 88 Prozent der Befragten stolz darauf, SPÖ-Mitglieder zu sein.

Bei der Befragung kam auch deutlich zutage, dass sich die Parteimitglieder eine Direktwahl der Vorsitzenden auf Gemeindeebene wünschen (78 Prozent) und Vorwahlen zur Erstellung der Kandidatenlisten (56 Prozent).

Bei den inhaltlichen Themen, die die SPÖ-Mitglieder derzeit intensiv beschäftigen, liegt der Erhalt der Sozialversicherungen (AUVA, NÖGKK) an erster Stelle (39 Prozent), gefolgt vom leistbaren Wohnen (36 Prozent), der sozialen Sicherheit (30 Prozent) und der Sicherung gerechter Pensionen (27 Prozent).

Das Thema Zuwanderung, Asyl und Flüchtlinge ist nur für acht Prozent dringlich. „Das zeigt auch, dass die Regierung nur künstlich Ängste schürt. Die eigentlichen Probleme der Menschen liegen woanders“, sagt Königsberger-Ludwig.