„Stereo Bullets“ auf royaler Rock-Zeitreise

Die „Stereo Bullets“ haben vor Kurzem ihre neue CD „King and Queen“ veröffentlicht. Die NÖN bat die Bandmitglieder Andreas Weissensteiner und Lukas Kloibhofer zum Interview.

Erstellt am 31. Januar 2021 | 06:05
Bezirk Amstetten - „Stereo Bullets“ auf royaler Rock-Zeitreise
Die Stereo Bullets (von links): Klaus Gerstner, Andreas Weissensteiner,Lukas Kloibhofer und Dominic Mayerhofer.
Foto: Stereo Bullets

NÖN: Wie würden Sie Ihre Musik beschreiben?

Andreas Weissensteiner: Nachdem wir zurzeit eine Stiländerung begehen und unseren Sound mit frischen und modernen Elementen erneuern, wollen wir uns keinesfalls auf ein Genre eingrenzen lassen. Wir versuchen einfach, eingängige Lieder zu kreieren. Wenn man uns seit unseren Anfängen verfolgt, merkt man, denke ich, doch eine gewisse Entwicklung vom durchgängig rockigen Sound zum modernen und massentauglichen Pop-Rock.

Worum geht es bei der neuen Single „King und Queen“?

Weissensteiner: Um die Liebe und um eine Metapher aus dem Mittelalter. Der König bietet seiner Liebe seine gesamten Besitztümer an, um ein gemeinsames Königreich zu regieren. Es stellt sich heraus, dass sich das Königreich der Liebe nicht an Besitztümern misst, sondern dass es um die inneren Werte geht und was jemand einem bedeutet. Man kann sich das Lied übrigens schon auf allen bekannten Plattformen herunterladen, was für uns eine enorme Unterstützung wäre, und am 22. Jänner ist unser Musikvideo zu „King and Queen“ auf Youtube erschienen.

Wo haben Sie das Video gedreht?

Lukas Kloibhofer: Wir produzierten das Video in Zusammenarbeit mit Sonority Video. Die Live Performance wurde in einem professionellen Studio im Loft Amstetten gedreht und die Szenen der Mittelalter-Geschichte spielen im Schloss Zeillern und um das Schloss Ulmerfeld. Wir hatten das Glück, Krautschädl-Ikone Stefan Sonntagbauer als schwarzen Ritter zu gewinnen. Bis jetzt sind die Rückmeldungen zu Song und Video wirklich überwältigend für uns.

Gibt es bald ein neues Album?

Kloibhofer: Wir trafen die Entscheidung, in nächster Zukunft Lied für Lied zu veröffentlichen, weil wir aus jedem Song das Maximum herausholen wollen. Wir schließen es aber nicht aus, alle Singles mit dem neuen Sound auch einmal als vollständiges Album herauszubringen. Konkrete Pläne dazu gibt es aber derzeit nicht.

Hat sich die Pandemie auf die Songinhalte ausgewirkt?

Weissensteiner: Die soziale Situation, die durch die Pandemie entstand, hat auf jeden Fall unseren Songwriting Prozess verändert und dadurch auch die Art der Musik. Wenn ich eine Idee hatte, nahm ich sie in meinem Homestudio auf und der weitere Prozess fand eher isoliert statt. Wenn es die Vorschriften zuließen, schrieben wir natürlich gemeinsam oder nahmen direkt im Grave Yard Studio Amstetten und in Thal bei Graz in Kooperation mit Patrick Freisinger unsere neuen Songs auf.

Kloibhofer: Der Lockdown wirkt sich auf unseren Prozess aus, wie wir ein Lied als Band schreiben. Gemeinsames Proben ist natürlich nur bedingt möglich. Unsere Live-Auftritte vor ‚echtem‘ Publikum vermissen wir natürlich am meisten. Die Stimmung, die Atmosphäre, das Gefühl, live aufzutreten, kann kein Online- oder Streaming-Konzert ersetzen, auch wenn wir in diesem Zusammenhang ebenfalls neue gute Erfahrungen sammeln konnten.

Wie schauen Ihre Zukunftspläne aus?

Weissensteiner: Unsere größte Zukunftshoffnung liegt natürlich in zahlreichen Auftritten, bei denen wir unsere Songs gemeinsam auf der Bühne und vor Leuten präsentieren dürfen. Des Weiteren wollen wir natürlich unseren neuen Sound immer weiter verfeinern und uns weiterhin als Band weiterentwickeln. Wir freuen uns darauf, weitere Singles zu veröffentlichen – eine davon ist sogar schon fertig produziert und wäre jederzeit bereit dafür.