Corona-Zahlen immer noch hoch. 1.298 Erkrankte am Montag im Bezirk Amstetten. Im Ybbstal stiegen Erkrankungen in Ybbsitz und Sonntagberg zuletzt stark an.

Von Hermann Knapp und Andreas Kössl. Erstellt am 17. November 2020 (14:29)
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Keine positiven Nachrichten hat Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer. 1.298 Personen waren mit Stand Montag positiv auf Covid-19 getestet worden. 2.906 Bürger befanden sich in Quarantäne. „Und wenn man hört, wie groß zum Beispiel am Samstag der Andrang in den Geschäften war, dann habe ich kein gutes Gefühl und rechne nicht mit einer raschen Entspannung der Lage“, sagt die Behördenleiterin. Die Steigerungsraten liegen im Bezirk noch bei 130 bis 149 Infizierten täglich. Die 7-Tage-Inzidenz (laborbestätigte Fälle pro 100.000 Einwohner der letzten sieben Tage) lag am Montag bei 712,3. Höher war sie nur im Bezirk Scheibbs und in Waidhofen.

Dramatisch ist nach wie vor die Lage in St. Peter in der Au, wo es einen Cluster rund um das Seniorenheim gibt. Dort sind im Zeitraum vom 8. bis zum 12. November sieben Menschen verstorben.

Politiker infiziert oder in Quarantäne

Auch Gemeindepolitiker im Bezirk sind infiziert oder in Quarantäne. Darunter der Seitenstettner Bürgermeister Johann Spreitzer und Amstettens Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder. Aus der Quarantäne entlassen ist Wolfsbachs Bürgermeister Josef Unterberger.

Auch im Ybbstal stieg die Zahl der Coronainfektionen in der Vorwoche weiter an. Starke Anstiege verzeichnete man in Ybbsitz und Sonntagberg. In Ybbsitz kamen seit Montag der Vorwoche 19 neue bestätigte Coronafälle hinzu. 38 Personen sind in der Gemeinde aktuell mit Covid-19 infiziert. Drei Personen sind seit Montag der Vorwoche wieder genesen. In Sonntagberg waren am Freitag noch 18 Personen positiv auf Covid-19 getestet, am Montag bereits 31. 20 aktuell Infizierte zählte man am Montag in Kematen. Am Montag der Vorwoche waren es noch neun, am Freitag schon 15. Zwei aktuelle Infektionen gab es am Montag in Opponitz, bei sechs Coronafällen hielt man zuletzt in Allhartsberg. In Hollenstein kamen am Montag drei neue Coronafälle hinzu. Man hält somit bei sieben aktuell Infizierten. Nachdem in der Gemeinde im Frühjahr während der ersten Coronawelle keine positiv Getesteten gemeldet wurden, wurden seit dem Anschwellen der zweiten Welle im Herbst insgesamt schon zwölf Coronafälle in Hollenstein bestätigt. Fünf davon sind bereits wieder genesen.

Keine Neuerkrankungen in St. Georgen/Reith

Über Facebook appellierte Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer an die Bevölkerung, alle gesetzlichen Maßnahmen einzuhalten, wo verordnet Mund-Nasen-Schutz zu tragen, Abstand zu halten und während des Lockdowns die sozialen Kontakte auf das Wesentliche zu reduzieren. Weiters verwies die Ortschefin auf die Corona-Einkaufshilfe der Gemeinde, falls jemand Hilfe benötige oder sich in Quarantäne befinde. In St. Georgen/Reith, wo im Frühjahr ebenfalls keine Erkrankungen registriert wurden, kamen in der letzten Woche keine weiteren Coronafälle hinzu. Eine Person war am Montag in der Gemeinde noch Covid-19-positiv. Zwei Personen sind in der Vorwoche wieder genesen.

„Ich hoffe, dass wir in dieser Woche wieder coronafrei werden“, gibt sich Bürgermeister Josef Pöchhacker zuversichtlich.

Probleme mit den bereits geltenden Ausgangsbeschränkungen gab es im Ybbstal in keiner einzigen Gemeinde.