Lauter Bass und gute Stimmung beim Frequency. Zum großen Musikfestival in St. Pölten pilgerten in der Vorwoche auch einige Leute aus dem Bezirk Amstetten.

Von Stephanie Turner, Reinhard Gölzner und Andreas Kössl. Erstellt am 20. August 2019 (04:23)
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Alexandra, Katharina, Lisa und Dennis (von links) aus dem Bezirk Amstetten ließen sich das Frequency heuer nicht entgehen.

In St. Pölten drehte sich vergangene Woche alles um ein Thema, denn es wurde wieder Zeit für das alljährliche FM4 Frequency Festival. Von Donnerstag bis Samstag wurde der Greenpark zur Metropole für alle Freunde der Populärmusik. Schon Monate vor Beginn waren alle Festivalpässe ausverkauft. Die NÖN hat mit einigen Leuten aus dem Bezirk Amstetten gesprochen, die mit den Tickets Glück hatten und vor Ort waren.

Da wäre etwa Lisa, die heuer zum ersten Mal zum Frequency gefahren ist. Sie hatte sich ihr Early Bird Ticket schon organisiert, als noch gar nicht genau feststand, welche Acts aufspielen werden. „Am Anfang braucht es eine kurze Gewöhnungszeit, bis ich mich auf die Atmosphäre eingestellt hatte. Danach war es echt ganz nett“, berichtet die 22-Jährige.

Vor allem hat ihr die Stimmung am Campingplatz gefallen. „Alle Leute sind voll gut drauf“, sagt Lisa, die beruflich als Medienberaterin arbeitet. Ihr Zeltlager hat die Viehdorferin mit ihren zwei gleichaltrigen Freundinnen nur fünf Gehminuten von der Bühne entfernt aufgeschlagen, bei der Verpflegung haben sie sich auf die Essensstände auf dem Festivalgelände verlassen. Beste Bedingungen also, um Künstler wie „Macklemore“, „Billie Eilish“ oder „187 Straßenbande“ zu sehen. Ob sie im nächsten Jahr wieder zum Festival fahren wird? „Wenn die Runde passt, sicher.“

Bereits zum zweiten Mal am Frequency-Festival mit dabei war David aus Waidhofen/Ybbs. Wie im Vorjahr hat sich der HAK-Schüler mit seinen Freunden auch heuer wieder für ein Comfort-Ticket entschieden. „Die Lage ist super, es gibt eigene Duschen und man kommt schneller aufs Festivalgelände.“

„Musikalische Palette ist breit gefächert“

Zum Frequency ist der 18-Jährige aber nicht nur der Musik wegen angereist. „Natürlich ist sie ein ganz zentraler Teil des Festivals und es wird auch eine breite Palette geboten. Ich finde aber die gesamte Atmosphäre hier toll.“

Ein wahrer Festival-Veteran ist Philipp aus Euratsfeld. Zwischen sechs und acht Mal, schätzt der 25-Jährige, ist er schon dabei gewesen. Er hat auch einen absoluten Geheimtipp für Neulinge: „Kein Festival ohne Feuchttücher! Und verpflegungstechnisch sind Knabbernossi und Semmeln Klassiker.“

Reinhard Gölzner
Das Team der Rot-Kreuz-Stelle Haag versorgte die Besucher des Frequency Festivals am Donnerstag und Samstag vor der Hauptbühne. Unter anderen im Team: Thomas Michelmayer, David Schoder, Christoph Michelmayer, Simon Andraschek, Christina Oberleitner und Reinhard Gölzner. 

Mit acht bis zehn Leuten teilte sich der gelernte Maschinenbautechniker den Zeltplatz, auf der Bühne gesehen hat er „Bullet for my Valentine“, „Prophets of Rage“, „Kreiml“ und „Samurai“. Seine Einschätzung zum Festival: „Da das Frequency quasi genreoffen ist, trifft man auf verschiedenste Leute. Mir kommt es aber auch so vor, als würde man versuchen, das ganze Festival immer mehr in die elektronische Richtung zu bringen.“

Auch im heurigen Jahr unterstützte ein Team des Roten Kreuzes Haag mit zehn Sanitätern und Sanitäterinnen die Kollegen aus St. Pölten beim Frequency. Am Donnerstag und am Samstag wurde jeweils ein Zwölf-Stunden Dienst absolviert. Das Team des Roten Kreuzes Haag übernahm, gemeinsam mit anderen Rotkreuz-Kollegen, die Betreuung vor der Hauptbühne. Laut den Rettern wurden hauptsächlich Schnittwunden, Abschürfungen, Verstauchungen und Knöchelverletzungen versorgt, einige Gäste erlitten eine Unterkühlung. Von den 2.086 versorgten Besuchern mussten 95 ins Krankenhaus.

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