Bezirk: Gut die Hälfte der 273 Erkrankten wieder gesund

Erstellt am 14. April 2020 | 17:07
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Beim ASZ-Amstetten-West, das am Dienstag erstmals wieder geöffnet war, bildetet sich eine Warteschlange auf der Straße. Viele Bürger wollten den Müll der letzten Wochen entsorgen.
Foto: Heribert Hudler
Auch im Bezirk Amstetten zeigen die Ausgangsbeschränkungen der letzten Wochen nun positive Wirkung. Die Ansteckungskurve hat sich deutlich verflacht. Am 12. 4. gab es 267 Infektionen, am 14.4 sind es (mit Stand 15 Uhr) 272. Genaue Zahlen, wie viele Menschen bereits genesen sind, gibt es von der BH nicht. "Da die Dauer des Krankheitsverlauf bei zwei, manchmal auch drei Wochen liegt, kann man aber davon ausgehen, dass gut die Hälfte der Betroffenen inzwischen wieder gesund ist", sagt Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer.
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Gänzlich Coronafreie Gemeinden im Bezirk gibt es inzwischen übrigens nur noch im Ybbstal. In der Kleinregion Herz-Mostviertel ist mit Weistrach auch die letzte Bastion gefallen. Bürgermeister Erwin Pittersberger meldet eine infizierte Person. Und auch aus Viehdorf werden von Bürgermeister Franz Zehethofer inzwischen zwei Fälle bestätigt. 

In Aschbach gab es insgesamt fünf Infektionen. Dort geht Bürgermeister Martin Schlöglhofer aber davon aus, dass alle Betroffenen inzwischen wieder gesund sind. 

In Ardagger ist die Zahl der Erkrankten mit 41 seit Tagen stabil und auch aus Waidhofen an der Ybbs (22 Erkrankte) sind schon längere Zeit keine neue Infektionen mehr gemeldet worden. In beiden Gemeinden sind viele Personen bereits wieder gesund.

In Amstetten ist die Zahl der Infizierten inzwischen auf 67 gestiegen, aber auch hier hat sich die Ansteckungskurve verflacht. Etwa die Hälfte der Betroffenen dürfte zudem schon genesen sein. Heute hat die Stadt ihre Friedhöfe wieder geöffnet und damit einen dringenden Wunsch der Bevölkerung erfüllt: "Die Leute sind sehr diszipliniert und halten sich an die Vorsichtsmaßnahmen", lobt Bürgermeister Christian Haberhauer. Er hofft, dass sich auch die Öffnung vieler Geschäfte nicht negativ auf die Ansteckungsrate auswirkt. Beim Baumarkt Obi in Amstetten war die Kundenfrequenz heute zwar durchaus hoch, aber es gab keinen so großen Ansturm wie etwa in St. Pölten. 

Seit heute sind auch die Altstoffsammelzentren in der Region wieder geöffnet. Das nutzen viele Bürger, um Abfall zu entsorgen, der sich in den letzten Wochen angesammelt hat. Beim ASZ-West (bei Aschbach) bildeten Autos auf der Straße davor eine Warteschlange.

Die Verstöße gegen das Epidemiegesetz halten sich im Bezirk übrigens in Grenzen und auch ein Denunziantentum, wie es in den Sozialen Netzwerken in anderen Teilen Österreichs beklagt wird, gibt es offenbar nicht: "Wir haben bisher insgesamt etwa 50 Anzeigen bekommen", sagt die Bezirkshauptfrau. Gerersdorfer ersucht die Bevölkerung auch weiterhin um Vorsicht - und vor allem darum, trotz der Masken auch in den Geschäften den Sicherheitsabstand einzuhalten.

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