Bezirksfest in Amstetten mit Mosttaufe und Einkaufsnacht eröffnet

Erstellt am 25. Juni 2022 | 07:20
Lesezeit: 5 Min
Das Jubiläum "100-Jahre-Niederösterreich" startete in Amstetten am Freitagnachmittag mit der Einkaufsnacht und der Falstaff Most-Trophy 2022. Den offiziellen Startschuss für das Bezirksfest gaben SPÖ-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, die ÖVP-Landtagsabgeordneten Michaela Hinterholzer und Anton Kasser sowie FPÖ-Nationalrat Reinhard Teufel mit dem Anschneiden einer Torte in den Landesfarben. Das Fest bietet bis Sonntag einen bunten Veranstaltungsreigen, bei dem sich auch die Gemeinden des Bezirks mit Beiträgen einbringen.
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Königsberger-Ludwig  betonte, "dass es vor allem die Menschen sind, die Niederösterreich liebens- und lebenswert machen und dass sie auch in schwierigen Zeiten zusammenhalten“. Dadurch habe das Land seit seiner Entstehung auch eine so gute Entwicklung genommen.

Auch für Hinterholzer sind die letzten 100 Jahre bei allen Hoch und Tiefs eine Erfolgsgeschichte. Sie strich ebenfalls den  typisch Mostviertler Charakter der Menschen in der Region hervor: „Die Leute hier, sind wie die Birnbäume, Tiefwurzler. Sie wanken im Sturm vielleicht, aber sie stehen fest!“ Teufel betonte, dass sich in den letzten zweieinhalb Jahren gezeigt habe, dass gerade die Menschen im Mostviertel widerständig seien. „Wir lassen uns nicht einfach alles gefallen, was da so von Wien aus verordnet wird.“

Höhepunkt der Veranstaltung war die Prämierung der ausgezeichneten Moste der Falstaff Most-Trophy 2022. „Der Most darf selbstbewusst sein und braucht sich vor dem Wein nicht verstecken“, sagte Roland Graf vom Gourmetmagazin Falstaff und erntete dafür begeisterten Applaus. Rund 100 Proben waren zur Prämierung eingereicht worden und vier Tester führten im Auftrag des Magazins eine Wertung durch.

Graf hob dabei die hohe Qualität hervor, die sich seit der letzten Bewertung im Jahr 2019 noch gesteigert habe. Bei allen wichtigen Beurteilungskriterien spiele aber auch der subjektive Geschmack natürlich immer eine Rolle. „Letztlich ist immer der Most der beste, der getrunken, bezahlt und nachbestellt wird", meinte Graf augenzwinkernd. 

Mostbaron Hans Hiebl, Obmann des Obstbauverbandes, dessen Ziel es ist, die Obstbäume zu erhalten und die Mostkultur in der Region zu fördern, berichtete, dass jeder Mostviertler im Jahr rund vier Liter Most oder Saft trinkt. Er freute sich, dass die Mosttaufe heuer in so prominentem Rahmen in Amstetten stattfinden konnte und dankte dem Geschäftsführer des Obstbauverbandes, Andreas Ennser, für die Organisation der Veranstaltung.

Ausgezeichnet wurden: 

- Mostheuriger Dirnberger, Gföhl, Alte Sorten, Kategorie Apfelmost trocken 

- Mostheuriger Dirnberger, Gföhl, "Most Have! Apfelcider", Sonderkategorie Cider, Perlwein, Frizzante

- Presshaus Reikersdorfer, Neuhofen an der Ybbs, Urmost, Sonderkategeorie Fassreife

- Ortbauer´s Abhofladen, Strengberg, Brünnerling Apfelmost, Sonderkategorie Apfelmost mit Streuobst 

- Binder zur Steinernen Birne, St. Peter in der Au, Apfel-Streuobst-Cuvée, Kategorie Apfelmost aus Streuobst

- Adelsberger Bio Most & Saft, Randegg, Most Goldene Speckbirne, Kategorie Birnenmost trocken

- Verein der Mostbarone mit dem Gourmetmost Brous, Neuhofen an der Ybbs, Kategorie Birnenmost süß

- Phyrabauer-Heigl, Wang, Topaz Bio-Apfelmost, Kategorie Apfelmost trocken

- Biohof Mitterholz, Waidhofen, Topaz Apfelmost, Kategorie Apfelmost Süss

- Familie Atschreiter, Sonntagberg, Jonagold-Most  Kategorie Apfelmost Süss

- Adelsberger Bio Most & Saft, Randegg, Schmiedemost, Kategorie Apfel-Birnenmost-Cuvée

- Biohof-Mitterholz, Waidhofen an der Ybbs, Schmiedemost Apfel-Birne, Kategorie Apfel-Birnen-Most-Cuvée

Mosttaufe war weiterer Höhepunkt

Nach der Prämierung der 12 Siegermoste der Falstaff Most-Trophy nahm Pfarrer Peter Bösendorfer die Mosttaufe vor. Paten waren Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, Landtagsabgeordneter Anton Kasser und Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer.

Für die musikalisch-jazzige Umrahmung des Eröffnungsevents sorgten die Mostviertler Birnbeitler unter der Leitung von Robert Pussecker.

Eine Weltpremiere gab es danach auch noch: Mostbaron Hannes Zarl präsentierte sein - auf Anregung von Christian Haberhauer erdachtes - Cider-Kraftrad-Jéroboam zum Öffnen einer Fünf-Liter-Cider-Flasche. Mit einem Mostvierttler-Birnbaum-Hacken mussten dabei Haberhauer, Hinterholzer, Kasser und NÖ-Landwirtschaftskammerpräsident Johannes Schmuckenlager das Rad, durchaus zum Amüsement des Publikums, abwechselnd so lange drehen, bis sich die eingehängte Flasche abrupt öffnete. Das war letztlich bei Michaela Hinterholzer der Fall, die offensichtlich den Dreh heraus hatte. Da gab es nur noch eines zu sagen: "G'sundheit, sollst leben!"

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