Fieberhafte Suche nach Leck im Fernwärmenetz. 1.000 Liter Heißwasser pro Tag gingen verloren. Schadhafter Strang inzwischen abgekoppelt.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 28. Mai 2019 (06:09)
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Zwei Schadstellen im Leitungsnetz der Fernwärme konnten durch Wärmebildkameras entdeckt und repariert werden. Bürgermeister Friedrich Hinterleitner freut sich, dass nun auch das große Leck im Bereich Stelzenberg lokalisiert wurde. Die Reparatur soll rasch erfolgen.
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Schon seit den Wintermonaten ging im Leitungsnetz der Fernwärme Wasser verloren. „Anfangs waren es nur rund 250 Liter pro Tag, doch seit Kurzem sind es nun 1.000 Liter“, berichtet Bürgermeister Fritz Hinterleitner. Die Suche nach dem Leck läuft schon seit Wochen, gestaltete sich aber sehr schwierig, weil nirgendwo ungewöhnlich viel Wasser an der Oberfläche auftrat. Nachts wurden die Stränge mit Wärmebildkameras abgesucht, denn das Wasser in den Leitungen hat immerhin 75 bis 80 Grad Celsius.

Es wurden auch zwei Schadstellen im Bereich „Waldesblick“ entdeckt und abgedichtet, am hohen Wasserverlust änderte das aber nichts. Erst als man damit begann, Teilbereiche des Leitungsnetzes abzusperren wurde man schließlich fündig. „Inzwischen konnten wir die Zone, wo sich das Leck befindet, auf den Bereich Stelzenberg (Osteinfahrt von Kematen kommend) eingrenzen“, berichtet der Ortschef.

Wärmebildkameras im Einsatz

Der betroffene Leitungsteil wurde vom übrigen Fernwärmenetz getrennt und damit hatte der Wasserverlust tatsächlich ein Ende. Für fünf Liegenschaften bedeutet das, dass ihre Heizung derzeit stillgelegt ist. „Zum Glück kündigt sich aber wärmeres Wetter an und die Haushalte haben auch eine eigene Warmwasseraufbereitung“, sagt der Ortschef.

Den genauen Standort des Lecks zu lokalisieren, ist noch immer kniffelig. Dabei setzt man erneut auf Wärmebildkameras. Spezialisten tüfteln aber auch noch an anderen Methoden. Hinterleitner ist zuversichtlich, dass das Problem nun rasch gelöst werden kann. „Wir haben inzwischen eine konkrete Verdachtsstelle und werden dort aufgraben“, kündigt er an.

Dass es zu Problemen mit der Fernwärmeleitung kommt, ist nicht völlig überraschend. Die Stahlrohre sind immerhin rund 30 Jahre alt, und da kommt es eben zu Korrosion. Vor allem die Verbindungsmuffen und Abzweigungen zu den Haushalten sind Schwachstellen.