Fremdkörper löste Großbrand auf Bauernhof aus. Ein Heustadel auf einem Bauernhof fing Feuer. Schaden: mehrere 100.000 Euro.

Von Stephanie Turner. Erstellt am 30. Juli 2019 (05:21)
Einsatzdoku
Bei dem Großbrand standen insgesamt 15 Feuerwehren aus der Region mit 30 Fahrzeugen im Einsatz. Der Dachstuhl stand allerdings in wenigen Minuten in Vollbrand und wurde ein Raub der Flammen.

Zu einem Großbrand auf einem Bauernhof kam es vergangenen Freitagnachmittag. Der Dachstuhl eines Wirtschaftstraktes, in dem Stroh verarbeitet wurde, fing kurz nach Mittag Feuer.

Laut Philipp Gutlederer vom Bezirksfeuerwehrkommando sei die Rauchsäule kilometerweit zu sehen gewesen. 15 Feuerwehren mit 170 Einsatzkräften und 30 Fahrzeugen standen bis in die frühen Morgenstunden des Samstags im Einsatz. Laut Polizeidirektion NÖ beläuft sich der Sachschaden auf mehrere Hunderttausend Euro.

Unterhalb des Heustadels waren Rinder in Stallungen untergebracht. Wegen der massiven Bauweise des Gebäudes konnten diese während der Löscharbeiten im Gebäude bleiben und wurden von der Feuerwehr mit Wasser gekühlt. Die Dachkonstruktion ist laut Gutlederer ein Raub der Flammen geworden.

„Ich möchte allen Helfern Worte des Dankes aussprechen. (...) So viel Solidarität und Mitgefühl ist heute nicht mehr selbstverständlich und gibt in so einer Situation Kraft."Der betroffene Landwirt

Der betroffene Landwirt hat mit der NÖN über das Unglück gesprochen: „Ich möchte allen Helfern Worte des Dankes aussprechen. Egal, ob Feuerwehr, Gemeindemitglieder oder Helfer aus der Umgebung: So viel Solidarität und Mitgefühl ist heute nicht mehr selbstverständlich und gibt in so einer Situation Kraft.“ Selbst um zwei Uhr morgens standen freiwillige Helfer bereit, um die Kühe zu melken, diese Arbeiten dauerten noch bis in die Morgenstunden an.

Laut dem Landwirt, der selbst Mitglied bei der Feuerwehr ist, dürfte ein Fremdkörper bei der Strohverarbeitung in die Maschine gelangt sein. „Die Maschine hat das Strohlager in Brand gesetzt. Innerhalb von zehn bis 15 Minuten stand alles in Vollbrand. Da war gar kein Gedanke daran, den Brand selber zu löschen.“

Sein erster Instinkt war – so erzählt der Biberbacher – seine Kinder in Sicherheit zu wissen. Danach galt es die Tiere so gut wie möglich zu retten.„Es war ein Unglück, trotzdem bin ich sehr froh, dass niemandem etwas passiert ist und, dass momentan zumindest für die Tiere durch die großartige Unterstützung wieder ein wenig Alltag einkehren kann.“