Harmonika-Weltrekord ist geglückt. Leopold Edermayr schaffte es, die weltmeisten Spieler mit ihren Steirischen Harmonikas zu versammeln und gemeinsam die „Ennstaler Polka“ zu spielen.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 20. September 2016 (05:02)
NOEN, Sabine Hummer
Musikschullehrer Leopold Edermayr (Mitte) versammelte große und auch viele kleine Musiker mit ihren Steirischen um sich.

Die Spannung stieg am Sonntag mit jeder Minute. Im Rahmen des Bezirksweisenblasens war um 17 Uhr ein Weltrekordversuch angesetzt, bei dem der langjährige Musikschullehrer Leopold Edermayr versuchte, so viele Spieler mit ihren Steirischen Harmonikas zu versammeln und gemeinsam die „Ennstaler Polka“ in F-Dur zu spielen. Keine leichte Aufgabe, denn es gibt bei der Steirischen mehrere Varianten, in welchen Tonlagen die Instrumente gestimmt sind.

Guiness-Buch-Eintrag entscheidet sich erst

„Die Zahl der Anwesenden reicht also nicht aus, es müssen so viele wie möglich in der gleichen Tonart spielen“, erklärte Richter Reinhard Stöckler, der gemeinsam mit Notar Christan Knall und mehreren Zeugen dafür sorgte, dass beim Weltrekordversuch alles mit rechten Dingen zuging.

Eine Stunde zuvor fehlten noch knapp 40 Personen, um das Ziel zu erreichen. Denn die Vorlage war klar: Es musste die Zahl von 182 Spielern überboten werden, um den aktuellen Weltrekord zu knacken.

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Großen Jubel gab es bei Initiator Leopold Edermayr, nachdem der Weltrekord geschafft war.

Unter tosendem Applaus des Publikums zogen schließlich die registrierten Musikanten ein. Nach einem Probelauf wurde schließlich auf Kommando von Bezirkskapellmeister Ewald Huber der Rekordversuch gestartet und das Resultat verkündet.

„208 Personen sind registriert, davon haben 192 Personen in F-Dur gespielt. Wir haben also den Rekord um zehn Leute mehr geschafft“, verkündete Richter Stöckler dem jubelnden Publikum. Große Freude gab es natürlich auch bei Initiator Leopold Edermayr, der ob der großen Unterstützung von Harmonika-Spielern aus Nah und Fern überwältigt war.

Ob der Weltrekord auch als Guiness-Buch-Eintrag zu finden sein wird, entscheidet sich aber erst. „Der Eintrag kostet 6.000 Euro“, erklärt Bezirkskapellmeister Huber. Er versucht, die nötige Summe aufzubringen.