Erstellt am 25. August 2015, 06:12

von Daniela Rittmannsberger

Biberbach ist Landessieger. Gemeinde holte sich den ersten Platz der Aktion „Blühendes NÖ“. Gemeindearbeiterin Maria Sindhuber sorgt federführend für die Pflege der Blumen.

Ab sechs Uhr morgens war Maria Sindhuber in den letzten Wochen täglich unterwegs, um die Blumen im Ort zu gießen. Der Lohn für die Mühe ist der Landessieg bei der Aktion „Blühendes NÖ“. Foto: Rittmannsberger  |  NOEN, Rittmannsberger

„Eine Blumenfee? Nein, das bin ich wirklich nicht. Ich bin einfach die Maria“, lacht die 56-jährige Biberbacherin, die seit zwanzig Jahren dafür sorgt, dass es in der Gemeinde Biberbach blüht, wächst und gedeiht.

Doch nicht nur das: Durch das unermüdliche Engagement Maria Sindhubers und die vielen blühenden Gärten im ganzen Ort errang Biberbach den ersten Platz in der Gruppe 1 der Aktion „Blühendes NÖ“ landesweit.

„Besonders die Friedhöfe haben ihnen gefallen“

Am 12. August stattete eine siebenköpfige Jury der kleinen Mostviertelgemeinde einen Besuch ab, um gemeinsam mit Maria Sindhuber und Vizebürgermeister Max Soxberger den Blumenschmuck im Ort genau unter die Lupe zu nehmen.

„Besonders die beiden Friedhöfe haben ihnen gefallen“, erzählt Maria. Am Dorfplatz fiel der Jury auch die Reihe an Auszeichnungen auf, die an vergangene Siege im Blumenschmuck hinweisen. „Sie haben uns gefragt, wo wir das Taferl hingeben, wenn wir gewinnen sollten, denn Platz sei ja keiner mehr. Ich hab geantwortet, dass wir da schon noch eine würdige Stelle finden werden“, erzählt die Biberbacherin.

Die Gemeindebedienstete sollte rechtbehalten: Zum vierten Mal landete Biberbach auf dem ersten Platz. Zuletzt gelang das 2008. Seit damals hat sich Biberbach auch nicht mehr am Wettbewerb beteiligt.

Offizielle Siegerehrung Mitte September

Jeder Sieger ist ohnehin fünf Jahre gesperrt und die letzten beiden Jahre gab es im Ort einfach zu viele Baustellen. Dass es beim nächsten Antreten sofort wieder klappte, war dann doch sehr überraschend für Maria Sindhuber und ihre Kollegen: „Vor allem, dass wir es trotz dieser Hitze geschafft haben, freut uns natürlich doppelt.“

Zwischen eineinhalb und drei Stunden täglich verbrachte Maria Sindhuber im Durchschnitt mit dem Gießen der Blumen. Der Hitze kann sie dennoch auch einen positiven Aspekt abgewinnen: „Denn bei warmen Wetter blüht alles viel mehr als bei Regen, weil der „verwaschelt“ die Blüten.“

Um sechs Uhr früh rückte die Blumenliebhaberin in den letzten Wochen immer aus, um die Blumen zu gießen, zu düngen und vom Unkraut zu befreien. Darauf und auch auf die Pflege der Gehsteige wurde vor dem Besuch der Jury vermehrt geachtet.

Den Sieg verdankt die Gemeinde aber nicht nur ihrem Einsatz, betont Sindhuber: „Ich möchte mich vor allem bei den Einwohnern bedanken, die sich sehr bemüht haben, mit ihren Gärten die Jury zu beeindrucken.“ Offiziell ausgezeichnet werden Maria Sindhuber und die Gemeinde am 15. September im Rahmen einer Siegerehrung in St. Pölten.