Wald wandelt sich

Erstellt am 06. August 2022 | 04:16
Lesezeit: 2 Min
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Bezirksförster Fritz Hinterleitner (rechts) setzt in seinem Wald bei jungen Bäumen auf die richtige Mischung von Nadel- und Laubgehölzen.
Foto: Knapp
Typisierungsprojekt in Biberbach soll helfen, künftig die richtigen Baumarten zu pflanzen.
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Der Klimawandel setzt auch dem Wald zu, die Menge an Schadholz steigt jährlich kontinuierlich. Künftig wird es vor allem darauf ankommen, Baumarten zu pflanzen, die mit den steigenden Temperaturen und längeren Trockenphasen zurechtkommen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang ein Projekt der Universität für Bodenkultur und des Bundesforschungszentrums für Wald in Kooperation mit dem Niederösterreichischen Landesforstdienst. „Da geht es um eine Waldtypisierung, die in den nächsten Wochen startet. Aufgrund von geologischen Karten, Seehöhen, Wuchsgebieten, aber vor allem durch ganz konkrete Bodenuntersuchungen, wie Humusmächtigkeit, Lehmanteil und Gesteinsschichten, will man auf eine möglichst konkrete Rezeptur kommen, wo künftig welche Bäume gut gedeihen“, sagt Bezirksförster Fritz Hinterleitner.

In der Folge wird eine Karte erstellt, die für die Berater der Forstbehörde, aber natürlich auch für jeden Waldeigentümer selbst, von Vorteil ist, weil er daraus ablesen kann, welche Baumart er auf seinen Flächen am besten pflanzt. Alle Waldbesitzer werden gebeten, den Erhebungsteams das Befahren der Forststraßen und Wege im Wald zu gewähren. Die Erhebungen sind forstrechtlich natürlich gedeckt.

„Im Bezirk Amstetten gewinnen künftig sicher die Eiche und die Weißtanne noch mehr an Bedeutung, weil sie mit ihren Wurzeln auch in schweren lehmigen Böden gut wachsen“, sagt Leopold Schwaighofer, Forstberater der Bezirksbauernkammer. Insgesamt gesehen wird im Bezirk auf längere Zeit noch der Fichtenbestand dominieren, weil der Wandel in Mischwäldern viele Jahre Zeit benötigt. Insgesamt dominieren in Österreich etwa 10 bis 15 Hauptbaumarten, viel weniger als in anderen Teilen der Welt.

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