Bezirk Amstetten: Hürde schriftliche Matura wurde gemeistert

Erstellt am 31. Mai 2022 | 20:00
Lesezeit: 4 Min
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Markus Berger, Direktor des Stiftsgymnasiums Seitenstetten, blickt zufrieden auf die Ergebnisse zurück.
Foto: Penz
Schulen blicken im Wesentlichen zufrieden auf die schriftliche Matura zurück.
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Die schriftliche Matura ist im Bundesgymnasium Amstetten vollkommen reibungslos verlaufen. Alle Kandidaten und Kandidatinnen sind angetreten. Im Vergleich zum Vorjahr gab es eine Stunde mehr Zeit zum Bearbeiten der Aufgabenstellungen und zudem wird die Jahresnote in die Gesamtnote eingerechnet. „Die Maturanten und Maturantinnen wurden sehr gut vorbereitet. Die IT-Ausstattung ist in einem Topzustand und gerade für Prüfungssituationen perfekt geeignet. Einige Lehrer und Lehrerinnen haben sogar von einer besonders entspannten Prüfungsatmosphäre gesprochen“, erwähnt der Direktor des Bundesgymnasiums Amstettens, Josef Spreitz.

Die Doppelbelastung während der Maturazeit sei sowohl für Lehrer als auch für Schüler eine Hürde, die es auch dieses Jahr zu meistern galt. Einerseits nehmen die Klausuren und die Verbesserungs- und Vorbereitungsstunden volle Konzentration ein, andererseits soll auch der normale Unterricht professionell weitergehen. „An unserer Schule haben wir gemeinsam das Beste aus den letzten schwierigen Jahren gemacht, was sich auch in den insgesamt guten Ergebnissen bei der schriftlichen Reifeprüfung widerspiegelt“, betont Spreitz. Laut dem Direktor des Gymnasiums sollte die Matura am bewährten Drei-Säulen-Modell, bestehend aus vorwissenschaftlicher Arbeit, schriftlicher Klausur und mündlicher Prüfung, festhalten. „Die mündliche Matura bietet die Chance, das angeeignete Wissen einer Prüfungskommission zu präsentieren“, beschreibt Spreitz die Matura als Abschlussritual, das nicht leichtfertig aufgegeben werden sollte.

„Verpflichtende mündliche Matura als faire Lösung“

Der Direktor des Stiftsgymnasiums Seitenstetten, Markus Berger, zeigt sich mit dem Ergebnis der schriftlichen Matura selbst im „Angstfach“ Mathematik sehr zufrieden, waren doch die Aufgabenstellungen unter Berücksichtigung der Corona-Situation auch durchaus angemessen. Zudem hebt er die Bereitschaft all seiner Lehrkräfte hervor, auch unbezahlt Vorbereitungsstunden gehalten zu haben. „Wir hatten in diesem Schuljahr immer Präsenzunterricht, insofern sehe ich die Verpflichtung zur Ablegung der mündlichen Matura als sehr faire Lösung an, schließlich ist ja sogar noch ein Drittel der Themenpools für die mündliche Matura gestrichen worden“, betont Direktor Berger.

Die Schulsprecher-Stellvertreterin Valentina Kloibhofer (8B) konnte bei der schriftlichen Matura dieselben Noten wie im Jahreszeugnis erreichen. Auch sie lobt die Förderkurse und Vorbereitungsstunden als besonders wichtig und effektiv. „Wir sind der am stärksten von der Pandemie betroffene Jahrgang, insofern hätte ich mir eher eine freiwillig abzulegende mündliche Matura gewünscht, wozu ich aber sicher angetreten wäre“, ergänzt die in Oed wohnhafte Oktavanerin. Die Elternvereinsobfrau Christine Nenning-Krones gibt die Stimmung vieler Eltern wieder, wenn sie eine ordnungsgemäß durchgeführte Matura sehr begrüßt: „Die Eltern sind erleichtert und auch die Schüler wollen keinesfalls ein ‚Corona- Maturajahrgang‘ sein!“

„Konnten gute und sehr gute Ergebnisse erzielen“

Eine positive erste Bilanz zieht auch Noah Prigl, ehemals Schulsprecher der HAK Amstetten, nun Maturant. „Insgesamt ist die schriftliche Matura recht gut verlaufen. Wir konnten viele relativ gute beziehungsweise sehr gute Ergebnisse erzielen. Natürlich gibt es auch weniger zufriedenstellende Noten, aber dabei handelt es sich um Einzelfälle“, berichtet er.

Mit Blick auf die mündliche Matura spricht er von einem „Sprung ins kalte Wasser“. „Denn aufgrund der letzten Jahre konnten wir uns nie den Ablauf einer mündlichen Reife- und Diplomprüfung ansehen und viele haben deshalb noch ein wenig Angst vor dem Ablauf. Ich denke aber, dass es halb so wild werden wird und mit genügend Vorbereitung auf jeden Fall machbar ist“, ist Noah Prigl überzeugt. Die Vorbereitungen würden jedenfalls gut verlaufen. Entstandene Defizite hätte man aufholen können. Die Schüler und Schülerinnen sollten somit optimal für die mündliche Matura gerüstet sein.

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