Bezirk Amstetten: Mais- und Weizen-Ernte war gut

Preise für Mais und Weizen so hoch wie lange nicht. Das ist aber nicht für alle Landwirte Grund zur Freude.

Erstellt am 29. Oktober 2021 | 06:15
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Bezirksbauernkammerobmann Josef Aigner und Kammersekretär Bernhard Ratzinger ziehen eine positive Ernte- bilanz. Vor allem der Mais bringt gute Erträge. Die hohen Getreidepreise sorgen in der Bauernschaft allerdings für Licht und Schatten.
Foto: Hudler

Insgesamt gesehen positiv fällt die Bilanz der diesjährigen Ernte aus Sicht von Bezirksbauernkammerobmann Josef Aigner aus. Licht und Schatten gibt es allerdings bei der Preisentwicklung. „Die Gerste war in Qualität und Menge gut, beim Weizen war beides hingegen nur durchschnittlich. Da hat sich die Trockenperiode im Juni und Anfang Juli negativ ausgewirkt“, berichtet Aigner.

Beim Mais seien die Erträge nun wieder sehr gut, ebenso bei Soja, die Qualität habe durch den vielen Regen aber etwas gelitten. Beim Grünland habe es ebenfalls im Juni einen Schnitt mit geringerem Ertrag gegeben, insgesamt hätten die Bauern aber ausreichend Futter eingebracht.

Eine deutliche Produktionssteigerung gab es im Bezirk bei den Zuckerrüben von 600 auf 900 Hektar. Das liegt auch am garantierten Preis der Zuckerfabriken. „Wie es sich heuer mit den Niederschlägen gezeigt hat, ist die Region ein gutes Gebiet für Rüben. Ich nehme an, dass die Anbaufläche noch zunehmen wird“, sagt Aigner.

Maispreis im Zehn-Jahres-Hoch

Sehr hohe Preise erzielen die Bauern heuer für Weizen und vor allem für Mais. „Da haben wir ein Zehn-Jahres-Hoch. Das liegt auch daran, dass Ungarn seinen Mais nun eher nach China liefert und den europäischen Markt weniger belastet. Außerdem waren die Maisernten in den letzten drei Jahren weltweit nicht so gut, weshalb sich die Lagerbestände deutlich reduziert haben“, berichtet Aigner. Im Vorjahr wurde die Tonne Mais um 170 Euro verkauft, heuer sind es 250 Euro.

Was des einen Freud ist, ist aber des anderen Leid. Denn die hohen Getreidepreise bekommen zum Beispiel die Hühnerbauern voll zu spüren, die nun das Futter viel teurer kaufen müssen. „Wer nicht selber Getreideanbauflächen hat, zahlt da natürlich wesentlich mehr“, sagt Aigner.