Pernkopf zu Besuch: Mostviertel als Energieviertel. Niederösterreichs LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf sieht seine Heimatregion auf einem sehr guten Weg – wirtschaftlich, energietechnisch und auch in Sachen Mobilität.

Von Christian Eplinger und Heribert Hudler. Erstellt am 23. November 2017 (05:05)
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Die Abgeordneten Alois Rosenberger, Andreas Pum, Anton Kasser, Karl Moser, Ertex-Geschäftsführer Martin Aichinger, Michaela Hinterholzer, Stephan Pernkopf, Anton Erber, Georg Strasser und Andreas Hanger.
Hudler

„Innerhalb eines Jahres hat das Mostviertel in den Bezirken Amstetten, Melk, Scheibbs nochmals einen kräftigen Sprung nach vorne gemacht – die Beschäftigung stieg um 1.500 Personen auf 106.000, die Arbeitslosenquote sank um 0,8 Prozent auf 3,8 Prozent – wir messen also praktisch Vollbeschäftigung im Mostviertel. Das verdanken wir den prosperierenden Betrieben, denn sie sind es, die Arbeitsplätze schaffen. Mitentscheidend dafür waren aber auch die kräftigen Investitionen im Rahmen des NÖ Beschäftigungspaktes – 184 Millionen Euro in den letzten fünf Jahren“, informierte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf im Rahmen der Regionswochen der Volkspartei NÖ. Zusätzlich wurden in diesem Zeitraum fast vier Millionen Euro für Qualifizierungsförderungen ausbezahlt.

Sauberer Strom für fast 150.000 Haushalte

„Das Mostviertel zeichnet sich durch fleißige Unternehmen aus, die Zahl der Betriebe stieg in fünf Jahren um 2.200 auf 17.800, die Zahl der Nächtigungen um 100.000 auf 900.000. Mit 10.000 landwirtschaftlichen Betrieben beheimaten unsere drei Bezirke jeden vierten Betrieb Niederösterreichs. Diese investieren jedes Jahr 150 Millionen Euro in die regionale Wirtschaft und sichern damit mehr als 30.000 Arbeitsplätze in den vor- und nachgelagerten Bereichen vom Stallbau bis zur Lebensmittelverarbeitung. Auf den landwirtschaftlichen Bereich setzen wir auch in Zukunft – unter anderem durch einen neuen FH-Studiengang Agrartechnologie in Wieselburg mit 25 Studienplätzen ab Herbst 2018“, sagte Pernkopf. Die drei Bezirke beheimaten insgesamt 188 Biomasse-Nahwärme-Anlagen, 136 Kleinwasserkraftwerke und fast 7.000 PV-Anlagen (eine Verdoppelung seit dem Jahr 2013).

Damit können fast 150.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgt werden, das Mostviertel selbst hat rund 90.000 Haushalte. Das macht die Region zum wahren Energieviertel, mit einer Wertschöpfung in diesem Bereich von rund 100 Millionen Euro pro Jahr und tausenden Green Jobs.

„Ein wesentlicher Faktor im Mostviertel ist auch die Mobilität. Allein im Jahr 2017 werden 23,5 Millionen Euro in insgesamt 132 Straßenbauprojekte investiert. Darunter die Umfahrungen Pyburg-Windpassing und Wieselburg sowie die Ortsdurchfahrt Blindenmarkt. Die größten Verkehrsvorhaben waren in den letzten Jahren der viergleisige Ausbau der Westbahn im Abschnitt Ybbs-Amstetten und der dreispurige Ausbau der A1 bei Pöchlarn“, sagte Pernkopf.