Schuljahr im Bezirk Amstetten: „Ende gut, alles gut“

Erstellt am 28. Juni 2022 | 20:00
Lesezeit: 4 Min
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Endlich wieder singen und tanzen! Beim Schulfest an der Mittelschule Seitenstetten-Biberbach am vergangenen Donnerstag war dies nun wieder möglich.
Foto: Penz
Corona beeinflusste auch das Schuljahr 2021/22 stark. In den letzten Monaten stellte sich aber Normalität ein.
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Am Wochenende beginnen in Niederösterreich die Ferien. Somit geht ein Schuljahr zu Ende, das über weite Strecken erneut unter dem Einfluss von Corona stand. „Nach den Monaten der Einschränkungen waren wir zuletzt sehr froh über den ,normalen‘ Unterricht. Wir haben im zweiten Semester viele Veranstaltungen, Exkursionen, Vorträge, Sportwochen und Auslandsreisen durchgeführt. Auch die Reife- und Diplomprüfung konnte normal – und mit außergewöhnlich tollen Ergebnissen – stattfinden“, zieht Reinhold Meyer, Direktor der HLW Haag, Bilanz.

Nun laufen in Haag bereits die Vorbereitungen für den Maturaball im Herbst auf Hochtouren und man blickt optimistisch in Richtung nächstes Schuljahr. „Wir hoffen auf einen normalen Schulbetrieb mit durchgängiger Anwesenheit“, erklärt Meyer und betont, dass sich die durch Corona verringerte Bewegung, der Verzicht auf Musik und Kultur sowie Social Distancing bei vielen ziemlich aufs Gemüt geschlagen haben. „Der Mensch ist für die Gemeinschaft bestimmt und besonders junge Menschen brauchen dringend diese persönliche Begegnung in der Schule“, ist der Schulleiter überzeugt.

Strikte Covid-19-Maßnahmen wie Maske tragen oder dreimal pro Woche testen sowie die sich ständig ändernden Regeln haben auch die Direktorin der Mittelschule Seitenstetten-Biberbach in organisatorischer und administrativer Hinsicht an ihre Grenzen gebracht. „Unzählige Listen mussten geführt werden, um nicht den Überblick über bestimmte Zeitfenster zu verlieren – wer testen muss, wer nicht testen darf, wer in Quarantäne ist, wer geimpft ist und deshalb nicht testen muss“, erinnert sich Jutta Feuerstein-Holzer.

Projektwochen und Feste konnten wieder stattfinden

Schulveranstaltungen und Exkursionen mussten abgesagt werden und viel Zeit wurde mit mehrmaligem Planen und Verschieben von Terminen verbracht. „Unsere Schüler haben die Maßnahmen und ständigen Veränderungen gut mitgetragen, Akzeptanz und Geduld demonstriert, wenngleich es im Laufe des Schuljahres für manche immer schwieriger wurde, eine positive Haltung zu bewahren“, betont die Schulleiterin.

In den letzten zwei Monaten habe das Schulleben aber wieder so richtig pulsiert: Projektarbeiten, Musik machen und singen, Exkursionen, Vollversammlungen der Schulgemeinschaft, Autorenlesungen, Wientage und Sommersportwochen konnten wieder stattfinden.

Dass sich am Ende des Schuljahres wieder Normalität einstellte, sorgte auch bei den Eltern für Erleichterung. „Ende gut, alles gut! Am wichtigsten war wohl, dass nun zum Schulschluss hin doch wieder so viel möglich geworden ist: Projektwochen, die Schulfeste und anderes mehr“, erklärt Markus Edermayr, Elternvertreter der Mittelschule Seitenstetten-Biberbach. Das Schuljahr selbst sei belastend und schwierig für alle – Schüler, Eltern wie auch Lehrer und Direktoren – gewesen. „Wir Eltern wurden in Entscheidungsprozesse miteinbezogen, an denen wir in normalen Jahren nicht so intensiven Anteil genommen hätten“, stellt Edermayr klar.

Für alle Maßnahmen für das kommende Schuljahr gewappnet ist der Direktor der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik Amstetten, Christof Laumer. Die Schüler sind zwischen 15 und 19 Jahren und somit dem Distance-Learning anpassungsfähiger und besser vertraut. „Es gab Einzelfälle, denen der strukturierte Tagesablauf sehr fehlte. Aber auch diesen Schülern und Schülerinnen haben wir mittels einer Plattform geholfen, um den Kontakt einigermaßen aufrecht zu erhalten und sie zu unterstützen“, blickt er zurück. Die Plattform wurde eher zufällig im Jahr 2019 angelegt − unabhängig von der Pandemie − um Schüler und Lehrer besser zu vernetzen. Die eigens erstellte Plattform ermöglicht einen leichteren Austausch untereinander und ein schnelleres Zusenden von Daten. „Denn das Bilden von offiziellen Gruppen auf Whatsapp zur Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern ist aus rechtlichen Gründen nicht erlaubt“, erwähnt Laumer.

Herausforderungen gab es vor allem in der Administration, wobei auch diese bei eventuell neuerlichen Lockdowns durch Videokonferenzen und die bessere Vernetzung sicherlich leichter zu handhaben sein würden.

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