Happy End für Schwan „Paule“. Anrainer fanden verletzten Schwan bei Ausee 3 in Blindenmarkt.

Von Denise Schweiger und Peter Führer. Erstellt am 19. Juli 2020 (03:43)
Ein wenig ist die Schwellung am Hals des Schwans noch zu sehen.
NOEN

„Mittlerweile befindet sich ‚Paule‘ auf dem Weg der Besserung, kommt sogar regelmäßig, um von der gesamten Nachbarschaft gefüttert zu werden“, zeigt sich Sonja Reitbauer erleichtert. „Paule“ ist ein Schwan – Reitbauers Sohn taufte das Tier so, nachdem es kurzzeitig in die Garage der Familie einzog.

Reitbauer fand den Schwan auf dem Weg nach Hause. „Er lag auf der Straße, konnte immer nur ein paar Schritte zurücklegen.“ Sie verständigte das Amstettner Tierheim, doch dort wurde sie an die Feuerwehr verwiesen, da das Tierheim bereits überlastet war. „Wir brachten ihn selbst zum Tierarzt von Zeillern, Konrad Hehenberger“, berichtet Reitbauer. Der Auslöser für „Paules“ Schmerzen war ein verschluckter Angelhaken, den der Tierarzt entfernte. Nach der Operation pflegte die Familie das Tier. „Wir haben die ganze Garage umgeräumt, so ein Schwan ist ja ziemlich groß“, erzählt die Blindenmarkterin. „Paules“ Hals sei zwar noch etwas geschwollen – aber sie ist nun wieder mit ihrem Partner vereint, der sie während ihrem „Kuraufenthalt“ schmerzlich vermisste.

Der Hals dick angeschwollen und abgemagert: Dass Schwan „Paule“ wieder durch den Blindenmarkter Ausee schwimmen kann, hat er den Anrainern des Sees zu verdanken.
privat

Wie VP-Bürgermeister Franz Wurzer berichtet, gibt es beim Ausee 3 eigentlich nur wenige Fischer. Von weiteren Vorfällen, bei denen es zu Tierleid kam, sei ihm nichts bekannt. „Vor 30, 40 Jahren hat einmal jemand einen Schwan mit einem ‚Pfitschi pfeil‘ abgeschossen. Seit dem ist nichts mehr passiert“, schildert er. Wurzer erklärt, dass Schwäne und Enten am Ausee sehr seltene Gäste sind.