SVB-Förderansuchen sorgte für Wirbel um Vertragsklausel. Förderungsansuchen des SV Blindenmarkt entwickelte sich zum emotionalen Schlagabtausch zwischen ÖVP und FPÖ im Blindenmarkter Gemeinderat.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 28. Juni 2018 (05:50)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
VP-Vize Albert Brandstetter (rechts) präsentierte dem Gemeinderat den Vertrag, FP-Gemeinderat Martin Huber (links) bezeichnete die Klausel als „lächerlich“.
P. Führer bzw. FPÖ Blindenmarkt (Collage NÖN)

Dass Fußball ein emotionales Thema ist, bewies zuletzt ein Tagesordnungspunkt in der vergangenen Gemeinderatssitzung. Der SV Blindenmarkt bat um Subvention: VP-Vize Albert Brandstetter schlug den Mandataren einen jährlichen Förderbeitrag von 6.000 Euro, befristet auf zwei Spieljahre, vor.

So weit, so gut, so problemlos. Wäre da nicht eine Klausel im Vertrag gewesen, die die Wogen zwischen ÖVP und FPÖ hochgehen ließ: Sollte der Fußballverein von der 1. Klasse West absteigen, fällt der Club um die Förderung der Gemeinde.

Klausel sollte „Anreiz“ für Fußballverein sein

„Das ist doch lächerlich“, tobte FP-Gemeinderat und Landtagsabgeordneter Martin Huber, „selbst wenn der SVB absteigen sollte, sind wir doch trotzdem stolz auf unseren Fußballverein. Er leistet tolle Jugendarbeit.“

VP-Bürgermeister Franz Wurzer nahm die Thematik mit Humor. „Ich denke, das ist eher als Anreiz zu sehen“, kommentierte er die umstrittene Klausel. Sein Vize legte nach: „Bevor der Antrag dem Gemeinderat vorgetragen wurde, gab es Gespräche mit dem SVB. Wären sie nicht einverstanden gewesen, hätten wir darüber reden können.“

Klausel wurde so mit dem Club vereinbart

Die FP-Fraktion ließ sich aber nicht von ihrer Kritik abbringen. „Wir haben absolut nichts gegen die Förderhöhe, aber diese peinliche Zusatzklausel muss aus dem Vertrag“, resümierte Huber im Namen der ortsansässigen FP-Fraktion.

Und so wurde der Sponsorvertrag letzen Endes auch vereinbart: Der Gemeinderatsbeschluss fiel einstimmig für die Subvention, die Klausel wurde aus dem Vertrag gestrichen.