Wolfsriss? Rätselraten um totes Schaf. Gewaltsam zu Tode gekommenes Tier wirft Fragen auf. Verdacht auf Wolfsriss steht im Raum.

Von Peter Führer. Erstellt am 09. April 2019 (07:53)
Annemarie Luger
Wolfsbeauftragter Georg Rauer sieht keine Indizien, die für einen Wolfsriss sprechen.

Ein mysteriöser Vorfall, zu dem es vor wenigen Wochen in Weitgraben in Blindenmarkt kam, sorgt für Rätselraten. An einem Montagmorgen entdeckten die Besitzer Johann und Erna Eder ihren toten Schafbock. Das Tier war augenscheinlich, wie die offene Bauchdecke zeigte, gewaltsam umgekommen.

 „Wir wissen bis heute nicht, was passiert ist. Der Anblick war schockierend.“Erna Bauer, Besitzerin des getöteten Schafes 

Doch ob und welches Tier für den grausigen Anblick verantwortlich war, blieb bislang ungeklärt. „Wir wissen bis heute nicht, was passiert ist, der Anblick war schockierend. Wir haben vermutet, dass es ein Wolf gewesen ist und daher den Wolfsbeauftragten des Landes Niederösterreich, Georg Rauer, kontaktiert. Er hat den Schafswidder untersucht“, erinnert sich Erna Eder zurück. Ihr gehören auch noch drei weitere Schafe.

Wolfsbeauftragter Georg Rauer berichtet, dass es sich beim toten Schafswidder um einen „total eigenartigen Fall“ gehandelt habe. So gab es keine Bissspuren, die etwa auf einen Wolf oder Hund hindeuten würden. Es konnten auch keine DNA-Spuren gefunden beziehungsweise sichergestellt werden. Dabei könnte die Witterung die Untersuchung erschwert haben.

In der Nacht auf Montag regnete es. „Es gibt kein Indiz, das für einen Riss durch einen Wolf oder einen Hund spricht. Außerdem würde man erwarten, dass bei einem Riss zumindest ein Teil des Schafes gefressen worden wäre. Das war aber ebenfalls nicht der Fall“, analysiert Georg Rauer. Eine Tat durch Menschenhand sei ebenfalls mehr oder weniger auszuschließen. „Nach einem Schnitt hat es für mich nicht ausgesehen“, berichtet der Experte.


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