Tuch am Altar der Pfarrkirche von St. Peter angezündet. Nur durch Glück oder, wie Diakon Wolfgang Tüchler sagt, „durch das Wirken des Heiligen Florian“ ist die Pfarrkirche St. Peter in der Au am Freitag an einem verheerenden Brand vorbeigeschrammt.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 20. November 2020 (16:45)
Das Tuch war links am Altar befestigt. Zum Glück ist es hinuntergefallen und am Boden verbrannt. Die schweren Teppiche hielten der Hitze stand.
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Dass das Feuer gelegt worden ist, daran gibt es keinen Zweifel. Denn von selbst hätte das Tuch mit den Namen der Erstkommunikanten, das am Altar angebracht war, nicht in Flammen aufgehen können.

„Da muss schon jemand gezündelt haben. Gottseidank ist das Tuch dann aber zu Boden gefallen und dort verbrannt. Die alten Teppiche, die dort liegen, sind nicht so leicht zu entzünden“, berichtet der Diakon.

Donnerstagfrüh war die Kirche ganz normal aufgesperrt worden. Am Vormittag meldete ein Besucher dann Rauch und Gestank. Die Gefahr war da aber schon gebannt.

Der Altarraum wurde jetzt mit Kordeln abgesperrt. Die Pfarre überlegt zudem in Abstimmung mit der Diözese, Videokameras zur Überwachung der Kirche zu installieren.

„Denn es gab auch schon öfters Diebstähle – nichts sehr Wertvolles, wie kleine Kerzen. Dass eine verwirrte Seele nun Feuer gelegt hat, macht uns aber natürlich schon Sorgen“, sagt Tüchler. Der Brand wurde bei der Polizei angezeigt.