Probleme und Missverständnisse mit dem gelben Sack

Viele Bürger sind mit neuem System noch unzufrieden. Offenbar gibt es aber auch viele Missverständnisse: Gelbe Säcke haben an den Müllsammelstellen nichts zu suchen.

Erstellt am 23. Mai 2018 | 03:48
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Gelber Sack Amstetten Symbolbild Probleme mit gelbem Sack
Symbolfoto: gda
Foto: gda

Während in den Landgemeinden die Umstellung von Plastiktonne auf gelben Sack offenbar relativ problemlos vor sich geht, sorgt sie in der Stadt für beträchtliche Aufregung. „Es ist erschreckend, wie einige Müllsammelstellen zur Zeit ausschauen. Offenbar haben manche Leute noch nicht verstanden, dass die gelben Säcke bis zur Abholung zuhause aufzubewahren sind und lagern sie bei den Recycling-Platzln ab“, klagt etwa Ulmerfelds Ortsvorsteher Egon Brandl.

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„Leider gibt es einige Hotspots wie in Waldheim“

Weil im Hinblick auf die neue Hubentleerung der Glas- und Metalltonnen die Einhausungen der Sammelstellen entfernt wurden, verteilt der Wind Plastikmüll dann oft im weiten Umfeld. „Zwar ist der Gemeindedienstleistungsverband zuständig, die Anrainer beschweren sich aber natürlich bei mir. Ich hoffe, dass sich die Sache rasch einspielt“, sagt Brandl.

Auch beim gda ist man sich der Probleme in Amstetten bewusst. „Leider gibt es einige Hotspots wie in Waldheim oder in der Winthalstraße in Hausmening, wo viele Gelbe Säcke illegal abgelagert wurden. Mitarbeiter der Stadt müssen nun alle zwei Tage diese Säcke abholen und entsorgen. Das verursacht unnötige Kosten“, sagt Verbandsobmann Anton Kasser.

Er weist nochmals ausdrücklich darauf hin, dass die Säcke bei den „Recycling-Platzln“ nichts verloren haben. „Der Gelbe Sack kann dort nicht entsorgt werden. Er wird in wenigen Wochen von der jeweiligen Liegenschaft abgeholt – genauso wie zum Beispiel die Bioabfall-Tonne.“

Dass die Umstellung von der Gelben Tonne auf den Sammelplätzen zum Gelben Sack im Haushalt nicht einfach ist, dessen ist man sich beim Gemeinde Dienstleistungsverband (gda) bewusst. Es bedarf auch einer etwas längeren Anlaufphase, bis in allen Gemeinden das sechswöchige Abholintervall startet. „Im Sinne des Umweltschutzes möchte ich aber alle Bürger ersuchen, bei dieser großen Umstellung mitzuhelfen. Sammeln Sie bitte Leichtverpackungen aus Kunststoff mit den Gelben Säcken und bewahren Sie diese zuhause auf, bis sie abgeholt werden“, appelliert Kasser an die Mostviertler.

Die genauen Abholtermine für jede Gemeinde sind im Internet unter www.gda.gv.at/termine-gelber-sack zu finden. Telefonisch gibt der gda unter 07475/53340-269 ebenfalls Auskunft.

Für Amstettens Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder sind manche Bürger offensichtlich noch immer nicht ausreichend informiert. „Ich gehe davon aus, dass sie aus Unwissenheit handeln und nicht absichtlich.“ Er weist aber auch auf Probleme bei der Umstellungslogistik hin. „Es ist bei Mehrparteienhäusern vorgekommen, dass die alten Tonnen abgeholt wurden, die neuen aber zwei Wochen auf sich warten ließen.“

Hörlezeder ist überzeugt davon, dass der gelbe Sack vor allem im Hinblick auf die Trennqualität Sinn macht. „Denn Snowboardbindungen, wie sie in den gelben Tonnen zu finden waren, wird künftig hoffentlich niemand in den gelben Sack stecken.“