Schon 1.100 Unterschriften für MRT-Gerät in Amstetten. Bürgerliste rennt mit ihrer Forderung bei vielen Menschen offene Türen ein und hofft, dass Politik einlenkt.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 15. Mai 2018 (05:18)
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Johann Holzinger, Norbert Kunz und Gerhard Zauner haben schon über 1.100 Unterschriften für ein weiteres MRT-Gerät in Amstetten gesammelt. „Das Thema brennt den Leuten unter den Nägeln“, sagt Kunz.
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Vor knapp einem Monat hat die Bürgerliste Amstetten damit begonnen, Unterschriften für ein zusätzliches Magnetresonanz-Tomographiegerät (MRT) in Amstetten zu sammeln. Konkret soll dieses im Röntgeninstitut Dr. Stadlbauer, Dr. Jülg & Partner aufgestellt werden.

Petition soll an Landesrätin übergeben werden

„Wir haben die Unterschriftenlisten bei Ärzten und auch einigen Gewerbetreibenden aufgelegt und wir sammeln natürlich auch selbst. Inzwischen haben schon rund 1.100 Leute unterzeichnet. Das zeigt, wie dringend wir ein weiteres MRT-Gerät brauchen“, sagt Norbert Kunz. Er und seine zwei Kollegen Gerhard Zauner und Johann Holzinger wollen noch weitere vier Wochen die Werbetrommel für ihre Petition rühren.

„Da wir nun ja eine Landesrätin aus dem Bezirk haben, die auch für Gesundheit zuständig ist, werden wir dann ihr die Petition übergeben und hoffen, dass sie sich für dieses Anliegen der Bürger im Bezirk stark macht“, sagt Kunz. Im Büro von SP-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig habe man schon um einen Übergabetermin im Juni angefragt, aber noch keine Antwort erhalten.

„Werden uns die Sache genau anschauen“

Königsberger-Ludwig erklärt auf NÖN-Anfrage, dass sie die Petition natürlich entgegennehmen werde. Sie sei im Land allerdings nicht alleine für die Gesundheitsagenden zuständig. „Zudem ist die Zahl der MRT-Geräte ja im Großgerätplan festgelegt. Aber ich werde die Unterschriften gerne mit nach St. Pölten nehmen und dann werden wir uns das genau anschauen“, versichert die SP-Politikerin.

Kunz führt indessen noch einmal die Argumente an, die seines Erachtens für ein zusätzliches MRT-Gerät im Institut Stadlbauer sprechen. „Es gibt für den Bezirk Amstetten zwar die Möglichkeit, im Spital und in Waidhofen MRT-Untersuchungen durchzuführen, die Wartezeiten betragen aber bis zu vier Wochen.“

Das sei deshalb nicht verwunderlich, weil auch Leute aus den Bezirken Perg, Scheibbs, Melk und sogar aus Wildalpen (Steiermark) für MRT-Untersuchungen nach Waidhofen und Amstetten kommen. „Das Einzugsgebiet ist riesig, daher reichen die derzeitigen Geräte nicht aus.“

Kunz führt zudem ein ökologisches Argument ins Treffen. Ständig werde gepredigt, die Leute sollten weniger Auto fahren, aber in diesem konkreten Fall würden sie zu weiten Wegen gezwungen.