Greinsfurth bekommt eigene Postleitzahl

Amstetten und der Ortsteil haben viele gleiche Straßennamen. Immer wieder verirren sich Briefe, Pakete, aber auch Lastwagen.

Erstellt am 05. Januar 2022 | 05:42
Lesezeit: 1 Min
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Freuen sich, dass Greinsfurth mit 3303 bald wieder eine eigene Postleitzahl haben wird (von links): Manuel Scherscher, Gerhard Irxen-mayer und Michael Hülmbauer (alle ÖVP) sowie Christian Schrammel (FPÖ).
Foto: ÖVP

Waidhofner Straße, Ybbsstraße, Feldstraße: All diese Straßenbezeichnungen gibt es sowohl in Greinsfurth als auch in Amstetten.

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Seit das Postamt in Greinsfurth Mitte der 2000er-Jahre aufgelassen wurde und damit auch die Postleitzahl von 3303 auf 3300 umgestellt wurde, kommt es immer wieder zu Fehlzustellungen von Briefen und Paketen, weil Briefträger und Paketboten die Adressen verwechseln. Aber nicht nur: „Wir hatten sogar schon einen Mischwagen vor einem Haus in Greinsfurth stehen, obwohl er eigentlich in Amstetten erwartet wurde. Und immer wieder werden auch Lenker von Sattelschleppern von ihren Navis in die Ybbsstraße in Greinsfurth gelotst, obwohl ihr Ziel Amstetten wäre“, berichtet Ortsvorsteher Manuel Scherscher.

Natürlich beschwerten sich die Betroffenen regelmäßig bei der Politik und forderten, dass Abhilfe geschaffen wird. „Wir haben auch immer wieder bei der Post interveniert und vorgeschlagen, die alte Postleitzahl 3303 wieder zu reaktivieren, lange Zeit aber vergeblich“, berichtet Scherscher.

Post lenkt überraschend ein

Doch im Zuge der Gespräche über das aktuell entstehende Postverteilerzentrum in Mauer habe die Post-Regionalleitung nun überraschend die Bereitschaft zur Umstellung kundgetan. „Ich bin sehr froh darüber, nun Gesprächspartner bei der Post gefunden zu haben, die für unsere Situation Verständnis zeigen, und sich für eine gemeinsame Lösung ausgesprochen haben. Im nächsten Schritt werden wir erarbeiten, wie die Umstellung so bürger- und wirtschaftsfreundlich wie möglich vor sich gehen kann. Sobald die Eckpunkte feststehen, wird es auch ein Informationsschreiben an alle Betroffenen geben und natürlich die Möglichkeit zur Rücksprache“, versichert der Ortsvorsteher.

Im Gemeinderat wurde die Umpostung von den Parteien einstimmig befürwortet. „Das ist sicher im Sinne der Bevölkerung. Tatsächlich geht damit ein langjähriger Wunsch der Greinsfurther in Erfüllung“, betonte auch SPÖ-Stadträtin Elisabeth Asanger.